Stadt sieht Arbeiten am neuen Standort auf der Zielgeraden

Stendaler Bauhof darf langsam packen

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Hallen des neuen Bauhofes an der Arneburger Straße. Vor einem halben Jahr war das Umfeld noch nicht großartig gestaltet. Nun soll es auf die Zielgerade gehen.

Stendal – Ein verlässliches Datum kann offenbar noch immer nicht genannt werden. Doch in diesem Jahr dürfte er wohl gelingen, der Umzug des kommunalen Bauhofes vom Uchtewall an die Arneburger Straße.

Am neuen Standort erledigen Handwerker momentan letzte Installationsarbeiten.

Der Tiefbau wird voraussichtlich Ende März abgeschlossen. „Ein notwendiger Nutzungsabgleich für die Fahrzeughalle wird aktuell vorbereitet“, lässt Stadtsprecher Armin Fischbach auf Anfrage der AZ wissen, ohne diesen Nutzungsabgleich näher zu erklären. So oder so scheinen die Arbeiten auf der Zielgeraden.

Eng ist es nicht zuletzt vom Geld her geworden. Umzug und Neubau sollten eine knappe Million Euro kosten, so hatte es die Verwaltung Anfang 2016 vorgerechnet. Ein Jahr später war von 1,8 Millionen Euro die Rede. Im Oktober 2018 stiegen die Kosten auf etwa 2,1 Millionen Euro. Ob das wirklich das Ende der Fahnenstange ist, bleibt nach wie vor abzuwarten. „Kostentechnisch befinden wir uns nach aktuellem Sachstand noch völlig im eingeplanten Rahmen“, teilt der Rathaussprecher mit. „Eine abschließende Aussage kann natürlich erst mit Eingang der Abschlussrechnungen gemacht werden.“

Ein Teil des maroden Domizils am Uchtewall. Was aus diesem Gelände wird, scheint noch offen.

Streugutlager und Fahrzeughalle standen schon im Sommer vergangenen Jahres, Verwaltungsgebäude und Werkstattkomplex waren auf einem guten Weg. Doch auch ein für Jahresende avisierter Umzug gelang nicht. Zur Erinnerung: Am Uchtewall ist es der Stadt zu eng und marode geworden, die Einrichtung wechselt auf das Gelände des früheren Ostbahnhofs. Verwandte Bereiche und Sparten sind bereits umgezogen, in das Gründerzentrum BIC gleich gegenüber dem neuen Bauhof. Dort soll das Amt für technische Dienste nun vollends unterkommen, heißt es aus dem Rathaus weiter. Was aus dem Gelände am Uchtewall nahe Polizeirevier und Tiergarten einmal werden soll, scheint noch nicht abschließend entschieden.

Der Bauhof hat insgesamt mehr als 50 Mitarbeiter, einige Kommunalarbeiter haben ihren Arbeitsplatz in den einzelnen Ortschaften und sehen die Zentrale eher selten bis gar nicht. Ohne den Bauhof läuft in der Einheitsgemeinde Stendal wenig. Sie reinigen Straßen und sind in den Winterdienst eingespannt, sie pflegen öffentliche Grünflächen, kontrollieren und reparieren Spielplätze, flicken Straßen und Wege, kümmern sich um Straßenschilder. Selbst wenn Stendal feiert oder andere städtische Veranstaltungen anstehen, sind die Kollegen zur Stelle, packen mit an, bauen Dinge auf und wieder ab.

VON MARCO HERTZFELD 

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