Sanierung oder Neubau weiterhin ungeklärt / Prüfung bis 1. September

Stendaler Bauernmarkthalle soll erhalten bleiben

Die Stendaler Bauernmarkthalle.
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Der Stadtrat ist dafür, die Bauernmarkthalle zu erhalten. Ob es einen Neubau geben soll oder das ehemalige Feuerwehrhaus saniert wird, ist noch nicht entschieden.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Die Hansestadt wurde vom Stadtrat zur Prüfung eines möglichen Neubaus der Bauernmarkthalle beauftragt. Aber auch die Möglichkeit einer Sanierung soll bis zum 1. September geprüft werden. 

Stendal – Der Stadtrat hat ein klares „Ja“ zur Bauernmarkthalle gegeben. Noch ungeklärt ist jedoch, ob eine etwaige Lösung aus einem Neubau oder eine Sanierung bestehen wird.

Der Antrag der Fraktion Freie Stadträte Stendal / Bürger für Stendal positioniert sich in Richtung eines Neubaus, auch wenn eine Sanierung damit nicht ausgeschlossen werde, wie Fraktionsvorsitzender Christian Röhl erläuterte. So heißt es in der Begründung „[...] es soll geprüft werden, ob ein zweckmäßiger Ersatzneubau realisierbar ist, der den heutigen Erfordernissen gerecht wird“. Um diese Sichtweise zu verdeutlichen, stellte die FSS/BfS den Änderungsantrag einen expliziten Hinweis auf Alternativen, wie beispielsweise eine Sanierung, in den Prüfauftrag mit aufzunehmen. Dieser wurde mit großer Mehrheit, bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung vom Stadtrat angenommen. Allerdings solle ein möglicher Neubau trotz der Schwierigkeiten, die dieser mit sich bringt, nicht ausgeschlossen werden. „Gegebenenfalls verbauen wir uns eine Chance, wenn wir nicht über einen Neubau reden“, plädierte auch Jörg Schwarzer (Fraktion FSS/BfS) dafür, diese Option zu prüfen.

„Das Thema Bauernmarkthalle beschäftigt uns schon zu lange“, stellte Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum fest. Eigentlich sollte sie so schnell wie möglich wieder betriebstauglich gemacht werden. Wie überall steigen auch bei diesem Projekt die Baukosten. Während ursprünglich noch von rund 90 000 Euro für die Sanierung ausgegangen wurde, lägen die Berechnungen mittlerweile jenseits der 200 000 Euro.

Für einen Neubau sah Westrum jedoch nur wenig Chancen. Der Denkmalschutz hätte sich in dieser Sache klar positioniert. Nach einem Abriss der Bauernmarkthalle würde ein Neubau dieser Größe nicht genehmigt werden. Momentan sichere der Bestandsschutz den Erhalt des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an dieser Stelle im Stadtkern. Dem Antragstext zur Folge soll die Stadtverwaltung, sofern personell möglich, die Prüfung selbst übernehmen. Nur wenn keine Kapazitäten bestehen, solle ein Architekturbüro beauftragt werden. Ob die Verwaltung diesem Wunsch entsprechen könne, müsse erst geprüft werden, erklärte Westrum.

Insgesamt bestanden Zweifel an dem recht knappen Prüfrahmen, der im Antrag vorgegeben wurde. Bereits zum 31. Juli sollen Ergebnisse vorliegen. Auf Antrag der AfD-Fraktion wurde eine Änderung des Datums auf den 1. September mit 24 Ja Stimmen der 38 Stimmberechtigten beschlossen. 36 von ihnen sprachen sich für den Gesamtantrag mit den beiden zur beschlossenen Änderungen aus.

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