Trojanisches Pferd im Winckelmann-Museum ab April für Besucher zugänglich

Stendaler Attraktion wieder begehbar

Ein imposantes Bauwerk ist das 15 Meter hohe Holzpferd im Winkelmann-Museum, das im April wieder für Besucher begehbar sein wird und eine der Hauptattraktionen des Museums darstellt.
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Ein imposantes Bauwerk ist das 15 Meter hohe Holzpferd im Winkelmann-Museum, das im April wieder für Besucher begehbar sein wird und eine der Hauptattraktionen des Museums darstellt.

Stendal – Es ist die Attraktion des Winckelmann-Museums in Stendal: Das gut 15 Meter hohe Trojanische Pferd wird von Kindern wie von Erwachsenen gern erklettert. Nach einigen Verzögerungen steht es bald wie neu da.

Unerkannt in den Bauch eines riesigen Holzpferdes steigen und die Stadt erobern: Im Winckelmann-Museum können Besucher der griechischen Mythologie bald wieder hautnah nachspüren.

Das Trojanische Pferd, laut dem Museum das größte der Welt, wird derzeit restauriert. Anfang April will das Museum es freigeben, zusammen mit einem neuen Außengelände. Die Maße des Trojanischen Pferdes sind beachtlich: gut 13 Meter lang, 5 Meter breit, über 15 Meter hoch am Kopf – und das Ganze auf einer Plattform in 1,40 Metern Höhe.

Das Lärchenholz strahlt in der Sonne. Oberhalb der langen Beine fehlt noch das Hinterteil des Pferdes. Der Blick auf das graue Stahlgerüst ist frei. Zwei Wendeltreppen sind installiert, über die die Besucher später nach oben in den Korpus gelangen. Ein Kran hievt den mehrere Meter hohen Schweif langsam an die Öffnung heran. Es dauert nicht lang, dann sieht das Pferd wieder etwas mehr so aus, wie es viele Stendaler und Besucher kennen.

Seit 2003 gehört das Trojanische Pferd zum Stendaler Museum, das an das Leben und Werk des Archäologen und Aufklärers Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) erinnert und Besuchern Geschichte näher bringen will. Damals bekam das Museum das Pferd nach einer großen Troja-Schau in Hannover, für die es angefertigt worden war. "Ursprünglich war es nur für eine begrenzte Zeit, vielleicht für ungefähr drei Jahre, gedacht. Dann haben wir gemerkt, was für ein Besuchermagnet es ist", sagt Museumsdirektorin Stephanie-Gerrit Bruer.

Das Winckelmann-Museum wurde nach längerer Bauphase Ende 2018 modernisiert und umgebaut neu eröffnet. Das Trojanische Pferd war aber so morsch, dass es abgebaut werden musste. Die

Restaurierungsarbeiten verzögerten sich immer wieder. Von der Finanzierung bis zur Auftragsvergabe war vieles zu klären. Bruer sagt, sie sei immer wieder auf das Pferd angesprochen worden, es habe eigentlich keine Alternative zur Restaurierung gegeben: "Das ist schon ein Hingucker, und es wird von Jung und Alt genutzt." Der Sage nach legten die Griechen die Bewohner Trojas mit dem riesigen Holzpferd rein. Die hatten alle Eroberungsversuche abgewehrt. Und so bauten die Griechen das Pferd, versteckten Krieger darin und stellten es vor die Stadt. Die Bewohner holten es in die Stadt. Nachts kletterten die Krieger im eigentlich uneinnehmbarenTroja heraus und öffneten die Stadttore. Die Stadt wurde erobert.

In der Sage wird das Pferd nach Troja gerollt. Viele Besucher fragen auch danach. Museumsleiterin Stephanie-Gerrit Bruer muss da aberabwinken: Das Stendaler Pferd wird nicht bewegt, es ist zu schwer und deshalb fest im Fundament verankert. Auch, wie groß das originale Trojanische Pferd denn war, wird Bruer oft gefragt. Dann erklärt sie, dass es zwar nicht ausgeschlossen ist, dass es das Pferd tatsächlich gegeben hat.

Einen tatsächlichen Nachweis, ob sich die berühmte Gechichte so wie überliefert zugetragen hat, gibt es aber eben auch nicht.  dpa

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