Tiergarten will Eintrittspreise mit Jahreswechsel erhöhen

Stendal: Zoo-Ticket wird deutlich teurer

Nasenbären haben in den Jahren zu den besonderen Lieblingen gehört, gerade bei Kindern. Die Stadt will den steigenden Zookosten die lange Nase zeigen.
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Nasenbären haben in den Jahren zu den besonderen Lieblingen gehört, gerade bei Kindern. Die Stadt will den steigenden Zookosten die lange Nase zeigen.

Stendal – Die Stadt macht Ernst und will den Eintritt in den Stendaler Tiergarten spürbar erhöhen. Erwachsene beispielsweise zahlen für die Einzelkarte bislang drei Euro, ab dem 1. Januar sollen es fünf Euro sein.

Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wird sich der Preis sogar mehr als verdoppeln, stolze 2,50 Euro sind dann fällig, noch ist es ein Euro.

Wer Arbeitslosengeld II oder ähnliche staatliche Leistungen bezieht, muss 3,50 Euro an der Kasse hinlegen, einen Euro mehr als bislang. Um fünf Euro teurer wird die Jahreskarte, Erwachsene zahlen künftig 35 Euro, Kinder und Jugendliche 20 Euro. Eine entsprechende Gebührensatzung hat der Stadtrat für den 2. November vorliegen.

An der Preisschraube sollte schon vor einigen Monaten zu drehen begonnen werden. Mit einem Entwicklungskonzept zusammen wurde alles nach hinten verschoben. Angekündigt und aus der Verwaltung empfohlen wurde das Ganze schon noch länger. Die Gebühren der Satzung aus dem Jahre 2007 seien mit jener von 2015 nur geringfügig erhöht worden, heißt es im aktuellen Papier. Für den Tiergarten gar kostendeckende Gebühren zu erheben, sei nicht möglich. Gleichwohl sollten auch die Eintrittsgelder „dem ständig steigenden Preisniveau angeglichen werden“. Ein Rückgang der Besucherzahlen soll unbedingt verhindert werden. Eine umsichtige Kalkulation dürfte entscheidend sein.

Mit einer Gebührenerhöhung bewegt sich Stendals Zoo laut Zahlen der Verwaltung oft noch unterhalb des Durchschnitts vergleichbarer Einrichtungen im Land. Tiergartenleitung und zuständiges Amt rechnen mit einem Einnahmeplus von circa 176 000 Euro im Jahr. Den Verantwortlichen ist dabei auch wichtig: Der freie Eintritt für Kleinkinder und städtische Schulklassen innerhalb des Unterrichts sollen beibehalten werden, und so steht es auch im Entwurf. Vor dem Stadtrat werden sich noch Ausschüsse mit dem Papier befassen und womöglich einzelne Posten abklopfen. Seit Längerem ist die Rede von steigenden Kosten, insbesondere für Energie, Wasser und Abwasser, Futtermittel, Kraftstoff und Heizöl. VON MARCO HERTZFELD  

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