Tanne für Marktplatz hat es nicht allzu weit

Stendals Weihnachtsbaum steht um die Ecke

Eine Bude für Speisen zum vorweihnachtlichen Markttreiben in Stendals Fußgängerzone aufgebaut.
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Das „vorweihnachtliche Markttreiben“auf Breiter Straße und Winckelmannplatz startet in dieser Woche. Weitere Buden sind gestern aufgebaut worden, und das zeitweise bei Regen. Der Weihnachtsmarkt findet dann am dritten Adventswochenende statt.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Der Weihnachtsbaum auf dem Stendaler Marktplatz gehört für Bürger einfach zum Fest dazu. Zudem plant die Stadt derzeit fest für Weihnachtsmarkt 2021 und Kunsteisbahn. Das sogenannte vorweihnachtliche Markttreiben hat sogar schon begonnen.

Stendal – Der Stendaler Weihnachtsbaum 2021 auf dem Marktplatz wird am 22. November aufgestellt. „Es handelt sich meinem Kenntnisstand nach um eine Nordmanntanne“, teilt Armin Fischbach auf AZ-Anfrage für die Stadt mit. „Familie Gajewski aus Stendal war in diesem Jahr so nett, uns einen Baum zu spenden. Zahlen müssen wir für den Baum nichts.“ Zudem gestalte sich die Anlieferung dieses Mal auch ein Stück weit einfacher, da das Nadelholz für die Advents- und Festzeit nicht erst aus einer der anderen Ortschaften in die Kernstadt angefahren werden müsse. Ob die Nordmanntanne an den Weihnachtsbaum 2020 heranreicht, wird sich zeigen, die Douglasie brachte es damals auf etwa 18 Meter.

Der Weihnachtsbaum 2020 kam aus Borstel. Eine Familie hatte dort die Douglasie spendiert. Am 24. November wurde sie auf dem Marktplatz aufgestellt.

„Mit der Aufstellung des Baumes wird die Weihnachtszeit in der Stendaler Innenstadt endgültig eingeläutet.“ Das „vorweihnachtliche Markttreiben“, Speis und Trank über Budentheken, starte bereits in dieser Woche. Doch erst mit dem Baum auf dem Marktplatz ziehe „die besinnliche Weihnachtsstimmung endgültig in das Herz der Stadt ein“, glaubt Fischbach. Und übrigens: Wenn nichts dazwischen kommt, fällt der Baum erst am 13. Januar 2022. „Ja, der sonst traditionelle Termin ist Heilige Drei Könige, aber wir haben eben Lust, eine Woche zu verlängern. Außerdem bietet der 6. Januar endlich mal wieder Gelegenheit für einen Brückentag und die waren dieses Jahr derartig rar gesät.“

Familie spendet Stendal Nadelholz

Ein Hingucker soll der Baum auch beim traditionsreichen Weihnachtsmarkt sein, der für den 9. bis 12. Dezember im Kalender steht und sich wie in normalen Jahren vor allem auf Marktplatz und Rathaus konzentrieren kann. „Bei der konkreten Ausgestaltung müssen wir uns bislang natürlich noch an den aktuellen Corona-Bestimmungen orientieren. Die aktuelle Verordnung wird noch bis zum 12. November laufen“, weiß man im Rathaus. „Mit Blick auf die aktuelle politische Diskussion auf Bundes- und Landesebene, Stichwort: Auslaufen der pandemischen Notlage, gehen wir aber derzeit davon aus, dass diese aktuellen Bestimmungen auch zu Weihnachten ihre Gültigkeit behalten.“

Eisbahn scheint in der Spur

Sollte sich also die Infektionslage im Landkreis, so Fischbach weiter, nicht massiv verschlimmern, sollte der Weihnachtsmarkt wie folgt aussehen: Der Markt wird nicht eingezäunt, es gibt keine Kapazitätsbeschränkungen für die Besucher und auch keinerlei G-Regelung. Allenfalls müssten allgemeine Hygienebestimmungen eingehalten werden. Eine Bühne mit Programm und Livemusik könnte es leider nicht geben. Mit einer Beschallungsanlage soll stattdessen auf dem gesamten Marktgebiet Weihnachtsmusik abgespielt werden. „Es muss sich nur an die allgemeinen AHA-Regeln gehalten werden.“ Und: Der Weihnachtsmann wird den Markt an allen drei Tagen besuchen.

Erster Budenzauber schon diese Woche

Bei der Kunsthandwerkermeile im Rathaus soll es einen getrennten Ein- und Ausgang geben. Die Besucher werden gezählt, maximal 60 dürfen es drinnen gleichzeitig sein. Zudem gilt die Maskenpflicht, aber keine Regelung 2 G oder 3 G. Allgemeine Hygieneregeln müssten beachtet werden. Für Freunde der Trödelmärkte in der Wandelhalle gibt es eine schlechte Nachricht, dieses Angebot müsste entfallen. Weiterhin optimistisch ist Fischbach hingegen für die Stendaler Eisbahn, die mit dem Weihnachtsmarkt am 9. Dezember starten und bis 20. Februar laufen soll. „Nach aktuellem Stand wird die Eisbahn kommen. Hier werden aber die nächsten Corona-Bestimmungen Mitte November das letzte Wort haben.“

Dezember-Bühne fällt wohl flach

Zur Weihnachtszeit in Stendal dazu gehört seit Jahren die illuminierte Blutbuche auf dem Winckelmannplatz im Zentrum. „Wir haben doch schon längst einen zweiten Weihnachtsbaum“, antwortet Fischbach auf die AZ-Frage nach einem möglichen zweiten offiziellen Baum zum Fest, vielleicht ja an zentraler Stelle im Stadtseegebiet. „Die illuminierte Blutbuche auf dem Winckelmannplatz ist und bleibt ein Highlight in der Weihnachtszeit. Die mitwachsende Lichterkette mit Tausenden einzelnen Leuchten rückt den Platz und die Stendaler Eisbahn alle Jahre wieder in ein festliches Licht.“ Und: Einen zweiten Nadelbaum im Stadtgebiet aufzustellen, dafür gebe es derzeit keine Pläne.

Ist Stendals Weihnachtsbaum auf dem Markt gefallen, soll er weiter von Nutzen sein. Die Überreste werden dem Tiergarten zur Verfügung gestellt. „Für einige Tiere ist das Nadelgrün eine interessante Abwechslung im Speiseplan. Und für andere Zoobewohner sind die harzigen Stämme schöne Spielsachen, die zuweilen abgeschält oder einfach durchs Gehege gekickt werden“, erläutert Fischbach, noch als Stadtsprecher. Mit dem neuen Monat wechselt er von der Presseabteilung ins IT-Fach der Stadt. Gut drei Jahre lang war Fischbach für Presseanfragen und mehr zuständig. Die Nachfolge scheint geregelt, Susanne Hellmuth soll den Job übernehmen.

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