Fischsterben im Stadtsee lässt rechnen

Stendal: Wasserfontäne bereits einmal auf Einkaufsliste

Auch dieser imposante Karpfen hat es nicht geschafft. Für ihn zu spät: Die Feuerwehr sprüht sauerstoffreiches Wasser in den See. Zahlreiche Fische sind bereits verendet.
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Auch dieser imposante Karpfen hat es nicht geschafft. Für ihn zu spät: Die Feuerwehr sprüht sauerstoffreiches Wasser in den See. Zahlreiche Fische sind bereits verendet.

Stendal – Ob eine ständige Fontäne das Fischsterben im Stadtsee verhindert hätte, weiß auch Philipp Krüger nicht.

In ersten Planungen von 2001 für eine Entschlammung des Gewässers sei jedenfalls auch vom Einbau einer Wasserfontäne zur Belüftung die Rede gewesen, informiert der Stadtsprecher auf AZ-Nachfrage.

Die Kostenschätzung der Restaurierung damals: circa 1,5 Millionen DM, ohne die technische Ausrüstung für eine Fontäne. Vom Gesetzgeber seien seither einschneidende Änderungen im Abfallrecht geschaffen worden. „Und auch unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung ist ein Kostenrahmen zurzeit nicht einzuschätzen. “ Der See ist zuletzt 2003/04 saniert worden.

Das Ausmaß des Fischsterbens ist noch nicht ganz abzusehen. Mittlerweile sollen schon eineinhalb Tonnen tote Fische aus dem Wasser geholt worden sein. Die Feuerwehr pumpt regelmäßig Wasser heraus, belüftet es und schafft es zurück in den See. „Die Stadt kann und wird keine weiteren Maßnahmen einleiten“, so Krüger. Die Situation sei, bei allem verständlichen Frust, nicht ungewöhnlich. Viele Seen und Teiche in der Region seien ob der Witterung ausgetrocknet oder kämpften zumindest mit Sauerstoffmangel und anderen Folgeerscheinungen. Der Stadtsee sei zudem ein künstlich angelegtes Gewässer mit geringer Tiefe.

VON MARCO HERTZFELD

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