+++ Update: Sie kehrte selbstständig zurück +++

Stendal: Vermisste Leonie (14) ist wieder da und wohlauf

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Leonie B. ist wieder aufgetaucht und befindet sich nun in Obhut.

pm/mih/cha Stendal. Die Fahndungs- und Suchmaßnahmen nach der vermissten 14-jährigen Leonie B. konnten am heutigen Tage eingestellt werden.

+++ Update (12.06.), 14.40 Uhr:

Nach mehreren Kontaktaufnahmen und Gesprächen kehrte die vermisste Person gegen 13 Uhr selbstständig mit einem Zug in Stendal ein. Ihr geht es gut, sie befindet sich wieder in Obhut. Zu den Motiven kann derzeit keine Aussage getroffen werden.

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Stendal – Am Sonnabend war sie aus der Frauen- und Kinderklinik des Johanniter-Krankenhauses abgehauen, nun gibt es ein erstes Lebenszeichen der 14-jährigen Leonie: „Nachdem ihr Handy seit Sonnabend durchgängig aus war, konnten wir sie am Sonntag glücklicherweise erreichen“, sagt Polizeisprecher Dirk Marscheider auf AZ-Nachfrage.

Leonie habe am Telefon bestätigt, dass es ihr gut gehe. Das zu hören, dürfte für die Angehörigen eine Erleichterung sein, denn die Schülerin ist an Diabetes erkrankt und braucht lebenswichtige Medikamente.

„Sie sagt, sie komme mit ihrer Insulinpumpe zurecht“, berichtet Marscheider weiter. Ihren Aufenthaltsort habe sie aber nicht preisgeben wollen. Eine Handy-Ortung gestalte sich allerdings „sehr schwierig“.

„Das Telefonat lässt darauf schließen, dass Leonie freiwillig gegangen ist“, heißt es aus dem Polizeirevier weiter. Von einem Verbrechen gehe man derzeit nicht aus. Neben dem Ort ihres Aufenthaltes hinterlässt Leonie ein weiteres großes Fragezeichen. Warum ist die Schülerin einfach abgehauen und möchte nicht einmal die eigenen Eltern wissen lassen, wo sie sich aufhält?

Darauf hat auch die Polizei noch keine Antwort. Bisher gibt es nur wage Theorien. So könnte sich die Gesuchte mit dem Zug in Richtung Magdeburg aufgemacht haben, wo sie sich möglicherweise bei Bekannten aufhält. Auch könnte sich Leonie zu einem künftigen Dauerausreißer entwickeln. Davon sind der Polizeiinspektion Stendal derzeit 55 bekannt.

Bis Leonie ihren Eltern übergeben ist, laufen die Fahndungen nach der Schülerin weiter auf Hochtouren. Sie ist 180 bis 185 cm groß, hat schulterlange rot-blonde Haare und grau-grüne Augen. Pflegepersonal der Frauen- und Kinderklinik an der Bahnhofstraße hatte am Sonnabend gegen 10.30 Uhr bemerkt, dass sich die 14-Jährige in Richtung des Bahnhofes entfernt hatte.

VON CHARLOTTA SPÖRING

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