In Stendal lernen Stromzähler, Straßenlaternen & Co. sprechen / „Internet der Dinge“

Stendal: „Smart City“ durch neues Funknetz

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Ein Beispiel für „Smart City“ in Reutlingen (Baden-Württemberg): Menschen gehen an einem Mülleimer vorbei, der mit digitalen Signalgebern ausgestattet ist. Er meldet seine aktuelle Füllmenge, sodass Entsorger ihre Routen optimieren können.

mei Stendal. Die Rolandstadt kann „Smart City“ werden, teilt Vodafone Deutschland mit. Das Telekommunikationsunternehmen hat am Mittwoch sprechende Stromzähler und intelligente Straßenlaternen angekündigt.

In 89 Prozent des Stendaler Stadtgebietes sei ein neues Maschinennetz ab sofort verfügbar. Vodafone nennt das „Internet der Dinge“.

Mit der Technologie können beispielsweise Strom- und Wasserzähler aus den Kellern der Häuser heraus in regelmäßigen Abständen aktuelle Zählerstände automatisch an die Zentralen der städtischen Versorger senden. Intelligente Mülleimer werden über das Maschinennetz in die Lage versetzt, ihren Füllstand zu melden, sodass die städtischen Müllentsorger die Routenplanung der Einsatzfahrzeuge optimieren können. In Industriehallen oder Lagern können Ortungs- und Bewegungssensoren Rohstoffe oder fertige Produkte überwachen und einen Alarm auslösen, wenn sich Unbefugte Zugang zum Grundstück verschaffen. Im Boden oder in Straßenlaternen verbaute Sensoren erleichtern die Parkplatzsuche in der Innenstadt, da sie immer aktuell melden, wann und wo Parkplätze frei sind.

Das alles funktioniert, weil die Geräte und Gegenstände von Uhren über Fahrräder, Autos und Lkw bis zu Stromzählern und Industriemaschinen Daten über das Internet senden können. Unternehmen und städtische Dienstleister können die vernetzten Geräte nutzen, um zum Beispiel Ausleseprozesse für Mitarbeiter und Endkunden zu vereinfachen. Die Übertragung der Daten in diesem Maschinennetz verbraucht laut Vodafone bis zu zehn Mal weniger Strom als bislang. In Stendal sei die „Narrowband IoT“-Technologie aktiviert worden, von der die Stadt, Unternehmen, Anwohner und Besucher profitieren könnten.

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