Schmotz: Kein Umbau / Personal drückt weiter den Aufzugsknopf

Stendaler Rathaus: „Begleitservice“ am Fahrstuhl bleibt

Der 2009 gebaute Aufzug steht im Innenhof des Rathauses und musste schon viel Kritik einstecken. Foto: Spöring
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Der 2009 gebaute Aufzug steht im Innenhof des Rathauses und musste schon viel Kritik einstecken.
  • VonCharlotta Spöring
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cha Stendal. Der Fahrstuhl im Rathaus soll nicht umgebaut werden.

Entgegen vorheriger Überlegungen im Stadtentwicklungsausschuss, den inzwischen überall in der Altmark und darüber hinaus bekannten Aufzug umzubauen (AZ berichtete), verkündete Klaus Schmotz am Montag im Haupt- und Personalausschuss, dass „bei Veranstaltungen die Beförderung von Personen weiterhin sichergestellt“ werde.

Der Fahrstuhl sollte eigentlich die Barrierefreiheit im Gebäude garantieren. Stadträte und Besucher, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, sollten problemlos in jede Etage des Rathauses gelangen. Nach langen Diskussionen wurde 2009 endlich der heiß ersehnten Aufzug installiert. Errichtet wurde er im Innenhof des Rathauses, um den Forderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Die technische Einfachheit brachte der Stadt einen großen Preisvorteil. Das Modell kostete etwa 185 000 Euro, während eine umfangreichere Variante laut Planern rund 40 000 Euro mehr gekostet hätte.

Doch mit der ersten TÜV-Untersuchung wurde klar: Besucher des Rathauses dürfen den Fahrstuhl nicht alleine nutzen. Extra dafür geschulte Mitarbeiter der Verwaltung – derzeit sind es neun – müssen vor jeder Nutzung angefordert werden. Sie bringen den Aufzug mit geringer Geschwindigkeit dann in Betrieb. Der Fahrstuhlknopf muss durch den „Begleitservice“ so lange gedrückt werden, bis die gewünschte Etage erreicht ist.

Vor allem aus Kostengründen wolle man sich Umbaumaßnahmen ersparen, denn „der Fahrstuhl funktioniert ja noch“, so Stendals Pressesprecher Klaus Ortmann. Die Stadtverwaltung will nun eine entsprechende Vorlage erarbeiten und dem Stadtrat im Dezember vorlegen, „dann sehen wir weiter“, so Ortmann.

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