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Stendal: Polizei feiert Ermittlungserfolg bei Massenschlägereien 

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Von: Stefan Hartmann

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Ein Spurensicherungsfahrzeug steht neben einer Wiese.
Die Kriminalpolizei hat am Freitag im Bereich der Wiese hinter dem Altmark Forum Spuren gesichert. © Hartmann, Stefan

Lange wurden Vermutungen angestellt, nun bestätigen Polizei und Staatswanwaltschaft: Es gibt einen Zusammenhang zwischen den beiden Landfriedensbrüchen im Juli. Auch der aktuelle Fall von Freitag steht in Verbindung.

Stendal – Zu sehr ins Detail gehen wollen die Stendaler Polizeiinspektion und Staatsanwaltschaft noch nicht. Aber im Fall des schweren Landfriedensbruchs vom Freitag, 7. Oktober und auch den beiden vorherigen Fällen vom 20. und 21. Juli, hat es nun einen Ermittlungserfolg gegeben: „Am Freitag ereignete sich in Stendal, Adolph-Menzel-Straße ein schwerer Landfriedensbruch. Diese Straftat steht im Zusammenhang mit dem vorausgegangenen, gleich gelagerten Straftaten aus Juli 2022“, lautet die Antwort auf AZ-Nachfrage aus dem Direktionsbüro.

Die Ermittlungen zum entsprechenden Verfahren sind von der Kriminalpolizei aufgenommen worden und werden, so wird weiter erläutert, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Zusammenhänge zwischen den beiden Straftaten im Sommer waren, schon kurz nachdem sie geschehen waren, immer wieder Thema in der örtlichen Gerüchteküche. Die Polizei und später die Staatsanwaltschaft hielten sich mit diesen Interpretationen jedoch zurück – schließlich liefen und laufen die Ermittlungen noch. Daher ist auch noch keine genauere Information zu den am Freitag im Bereich des Altmark Forums beschlagnahmten Smartphones veröffentlicht worden. „Die Beschlagnahme ist eine polizeiliche Maßnahme im Zuge der Ermittlungsarbeit“, erinnert Polizeisprecherin Jessica Zierke. Deshalb könnten zum jetzigen Zeitpunkt wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben dazu getätigt werden. Denkbar sind mehrere Szenarien. Zum einen könnten Nachrichten- und Anrufsverläufe ausgelesen werden, um mögliche Täter zu ermitteln, die gegebenenfalls weitere Personen aufgefordert haben, in den Bereich der Adolph-Menzel-Straße zu kommen. Auch mögliches Foto- und Videomaterial kann so sichergestellt werden.

Nicht neu, aber wieder aktiviert ist die stärkere Präsenz von Polizeistreifen im Stadtgebiet Stendal. Diese wurden nach den beiden Landfriedensbrüchen im Sommer eingeführt, waren aber im Lauf der Monate wieder abgeschwächt worden. Mit dem erneuten Ermittlungsverfahren zum schweren Landfriedensbruch ist, wie es bereits am Freitag auf AZ-Nachfrage hieß, über die Wiederbelebung der vermehrten Streifentätigkeit nachgedacht worden. Nun habe die Polizei mit vermehrter Präsenz im Stadtgebiet auf die wiederkehrenden Ereignisse reagiert, heißt es in der Antwort aus dem Direktionsbüro.

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