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Stendal: Polizei ermittelt zweiten tatverdächtigen Sprayer

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Von: Stefan Hartmann

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Auf einem Mauerstück an der Stendaler Goethestraße sind mehrere Graffiti zu sehen.
Immer wieder entstehen an der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße neue Graffiti. Am Sonnabend wurden zwei Personen beim Anbringen der Schmierereien „DS“ und „DS Crew“ bemerkt. © Hartmann, Stefan

Ein Graffitisprayer ist direkt am Samstagabend, 25. Juni, verhaftet worden. Nun wurde ein zweiter Tatverdächtiger ermittelt. Ein Zusammenhang zu den politischen Schmierereien in der Innenstadt wird jedoch unwahrscheinlicher. 

Stendal – Während zahlreiche politische Schmierereien die Stendaler Polizei beschäftigen, gibt es an anderer Front scheinbar Ermittlungserfolge: Neben dem bereits am Sonnabend festgenommenen Sprayer an der Goethestraße sei nun der Name eines zweiten mutmaßlichen Täters bekannt gemacht worden, antwortet Polizeikommissar Florian Sander auf AZ-Nachfrage.

Bei der zunächst festgenommenen Person handele es sich um einen 18-jährigen Mann, der bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten ist. Zum zweiten Verdächtigen macht Sander jedoch zunächst keine weiteren Angaben. Direkt in die politischen Graffiti der vergangenen Wochen und Monate scheinen sich die Vorgänge jedoch nicht einzureihen. „Am Einsatzort konnten die Schriftzüge DS und DS-Crew festgestellt werden“, erklärt Sander auf die Frage, welche Art von Schmierereien angebracht worden sind.

Neuigkeiten kann Sander auch zu dem Beamten, der am Sonnabend im Einsatz verletzt worden ist, übermitteln: „Der Kollege konnte das Krankenhaus verlassen, ist jedoch weiterhin nicht dienstfähig“, schreibt der Polizist. Zum Verletzungsbild würden keine weiteren Angaben gemacht, aber der Beamte werde längere Zeit nicht dienstfähig sein.

Immer wieder kommt es an der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße in der altmärkischen Kreisstadt zu Schmierereien, heißt es vor Ort im AZ-Gespräch. Das sei jedoch nicht das einzige Problem, das Schule und Hausmeister regelmäßig beschäftigen. Immer wieder am Montagmorgen sei auf dem Spielplatz zu bemerken, dass es sich dort mutmaßlich Jugendliche zum Feiern gemütlich gemacht hätten. Scherben, Zigarettenkippen und weitere Überreste der Zusammenkunft müssten dann entsorgt werden. Dazu, wie das Gelände betreten werden kann, gebe es auch Vermutungen: Nah am Zaun sind Altglascontainer aufgestellt. Von diesen aus sei es ein Leichtes, auf das Schulgelände zu kommen.

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