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Stendal: Pflegeschüler zeigen ihren Beruf

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Von: Stefan Hartmann

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Mehrere Pflegeschüler üben an einer Puppe das Arbeiten an einer verunfallten Person.
Sebastian Kempe (v.l.) gibt den angehenden Pflegefachkräften Jana Kemper-Kohlhase, Leyla Korbani, Alexander Beier und Lea Bartosch Tipps. © Hartmann, Stefan

Die Pflege muss mit einem Imageproblem zurechtkommen. Dass sich in der Altmark trotz der Pandemiejahre in diesem Berufszweig eine erfüllende Karriere beginnen lässt, wollte die Johanniter-Unfallhilfe zeigen.

Stendal – Menschen, die in der Pflege arbeiten, sind seit Jahren immer wieder in den Schlagzeilen. Überarbeitung während der Corona-Krise und darüber hinaus, Fachkräftemangel aber auch die Impfpflicht haben die Mitarbeiter immer wieder ins Blickfeld gerückt. Dass der Beruf aber zu mehr taugt, als apokalyptische Szenarien an die Wand zu malen, wollte die Johanniter-Unfall-Hilfe gestern bei einem Tag der offenen Tür mit Begegnungsfest zeigen.

Zahlreiche Schüler aus den Bereichen Pflegefachkraft, Notfall- und Rettungssanitäter sind in der Johanniter Akademie zusammengekommen, um Interessierten Fragen zu Ausbildung und Beruf zu beantworten. Das funktioniert auch ganz praktisch, wie beispielsweise im sogenannten „Skillroom“, zu Deutsch etwa „Fähigkeitsraum“. In diesem können Pflegeschüler noch ganz unaufgeregt die Grundlagen üben, erklärt Campusleiterin Maggy Maaß. Dazu gehört nicht nur, wie Patienten gepflegt, gewaschen und bewegt werden, erklärt Pflegeschülerin Lisa Wenzien. Auch die Patientenansprache und der Umgang mit Menschen wird dabei geprobt, auch wenn die Übungspuppe sich nicht beschweren kann. Diese Aufgabe bleibt noch den Ausbildern überlassen.

Pflegeschülerin Lisa Wenzien (m.) übt mit Campusleiterin Maggy Maaß (r.) und Leiterin der Pflegeschule Dina Maurer im sogenannten „Skillroom“. Zwischen der Personengruppe steht ein Bett, in dem eine Übungspuppe liegt.
Pflegeschülerin Lisa Wenzien (m.) übt mit Campusleiterin Maggy Maaß (r.) und Leiterin der Pflegeschule Dina Maurer im sogenannten „Skillroom“. © Hartmann, Stefan

Bei ihrem Schnuppertag haben die Johanniter allerdings nicht nur die diesjährigen Schulabgänger im Blick, erklärt Maaß auf AZ-Nachfrage. Es würden auch Dozenten gesucht – auch mit Flüchtlingshintergrund, erklärt sie. Deshalb sei auch eine Dolmetscherin vor Ort. Diese könne möglicherweise während einer Ausbildung behilflich sein. Auch wenn der Spracherwerb langfristig für die Berufsausübung in der Altmark natürlich unumgänglich ist.

Der vielleicht unkompliziertste Weg, eine Karriere in der Pflege zu beginnen, bietet sich am Montag, 30. Mai. Interessenten könnten von 14 bis 17 Uhr im Johanniter Krankenhaus Stendal für ein Speedkarrieredating vorbeischauen.

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