„Reaktion auf Beschwerden“

Stendal: Ordnungsamt und Polizei laufen jetzt nachts gemeinsam Streife

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Eine Plastikbank am Hartungswall ist im Sommer in Brand gesteckt worden. Schaden: 300 Euro.

Stendal – Die Stadt will nicht einfach die Hände in den Schoß legen und möchte nun ganz genau hinschauen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes laufen gemeinsam mit Polizisten des Stendaler Reviers nachts Streife, zusätzlich zu den regulären Spätschichten.

Auch in anderen Städten wie hier in Cottbus üben Polizei und Ordnungsamt den Schulterschluss. In Stendal sollen gemeinsame Streifen vor allem nachts unterwegs sein.

In der Nacht zum Sonntag waren städtische Ordnungshüter und zwei Polizeibeamte auf einem ersten Kontrollgang dieser Art. „Dieser ist eine Reaktion auf Beschwerden über Ruhestörungen, Vandalismus und Verschmutzungen an verschiedenen Schwerpunkten, die uns in den vergangenen Wochen mehrfach erreicht haben“, teilt Rathaussprecher Armin Fischbach der AZ mit. Auch in Zukunft soll es weitere gemeinsame nächtliche Streifen in Stendal geben.

Der Rundgang startete an der Heinrich-Heine-Straße und führte zunächst über die Straße der Demokratie hin zum großen Spielplatz am Hartungswall. „Auf Letzterem wurden jüngst regelmäßig Ordnungswidrigkeiten und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gemeldet“, weiß der Stadtsprecher. In dieser Nacht wurden dort keine Personen angetroffen. Was schlichtweg am eher schlechten Wetter gelegen haben könnte. Notiert worden sei eine starke Verschmutzung des Geländes.

Gegen Mitternacht kamen Stadtmitarbeiter und Polizisten auf dem Tedox-Parkplatz an, über den es ebenfalls Negativmeldungen gegeben habe. An diesem Wochenende war es dort ruhig. Weitere Stationen waren unter anderem die Albrecht-Dürer-Straße, der Marktplatz, die Fußgängerzone sowie der Bereich um den Bahnhof. Der Rundgang von Polizei und Ordnungsamt endete gegen 3 Uhr an der Erich-Weinert-Straße in Stadtsee.

Die Streife hatte zudem beim Erntedankfest in Wahrburg vorbeigeschaut, auch da lief alles in ordentlichen Bahnen ab. An den Schwerpunkten im Stadtgebiet sind weder Ordnungswidrigkeiten noch Straftaten festgestellt worden. „Polizei und Stadtverwaltung begrüßen dies zwar, jedoch ist auch davon auszugehen, dass die schlechte Wetterlage potenzielle Unruhestifter in die Innenräume trieb“, vermutet Fischbach hier noch einmal.

VON MARCO HERTZFELD

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