Geschäftsführer: Rahmen ändert sich / Vereinschef: Aufgaben immer komplexer

Stendal: Offener Kanal sorgt sich und will mehr Geld

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An der Kamera: Die Linkspolitiker Wulf Gallert (v.l.) und Katrin Kunert im Gespräch mit Geschäftsführer Andreas Bredow und OK-Vereinschef Bernd Zürcher.

Stendal – Der Offene Kanal (OK) in Stendal, der sich selbst auch Bürgerfernsehen nennt, ist unzufrieden. Die räumlichen Bedingungen im Haus der Vereine an der Bruchstraße seien nicht so schlecht.

„Aber ansonsten sind es gerade die Rahmenbedingungen, die uns mittlerweile große Sorgen bereiten“, klagt Geschäftsführer Andreas Bredow.

Die Finanzierung sowohl der Personal- als auch der notwendigen Sachkosten über die Medienanstalt des Landes stagniere seit Jahren auf einem relativ niedrigen Niveau.

„Der Lohn der beiden Mitarbeiter konnte seit 15 Jahren nicht angepasst werden“, weiß Bernd Zürcher, der Vereinsvorsitzende. Hingegen seien die Aufgaben für die Einrichtung immer komplexer geworden. „Allein die Ausbildung einer zeitgemäßen Medienkompetenz bei jungen Menschen in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen des Kreises erfordert einen immer höheren Zeitaufwand“, betonte der Hansestädter in dieser Woche vor Gästen aus der Linkspartei. Der OK Stendal arbeitet seit 1999 in der Region.

Landtagsmitglied Wulf Gallert machte deutlich, wie wichtig ihm unabhängige Bürgermedien im Land seien. Der Havelberger versprach, sich mit den Fachpolitikern seiner Fraktion den aufgeworfenen Fragen zu widmen. Der Genosse befindet sich derzeit auf seiner jährlichen Sommertour durch den Wahlkreis. Eine Einladung zu den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum habe er erhalten. Beim Besuch des OK war Parteifreundin und Kommunalpolitikerin Katrin Kunert aus Stendal dabei.

tz

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