250 000 Besucher erwartet / Trotz Corona optimistisch

Stendal: Noch ein Jahr bis zum Sachsen-Anhalt-Tag

Der Festplan für den Sachsen-Anhalt-Tag 2022 in Stendal.
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Rund fünf Kilometer Fußweg sollen Besucher zurücklegen können, um an allen Ausstellungsorten in der Hansestadt vorbei zu kommen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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In einem Jahr ist der Sachsen-Anhalt-Tag schon voll im Gange – so zumindest die aktuellen Pläne. Um das Restrisiko, das der Coronavirus dabei darstellt, kommen die Planer jedoch nicht herum. 

Stendal – In einem Jahr soll es soweit sein: Der 23. Sachsen-Anhalt-Tag (SAT) hat dann bereits den zweiten Tag seines Festwochenendes erreicht. Start ist am 1. Juli 2022. Pünktlich ein Jahr davor haben die Hansestadt und Staatskanzlei zum Pressegespräch geladen, um den aktuellen Planungsstand vorzustellen. Trotz allem Optimismus bleibt das Corona-Damoklesschwert weiter über der Großveranstaltung hängen.

Theoretisch hätte der SAT bereits in diesem Jahr stattfinden sollen. Wegen der Gastgeberrolle Sachsen-Anhalts zum Tag der Deutschen Einheit im Herbst wurde er jedoch verschoben. „Ich bin ganz froh, dass er nächstes Jahr stattfindet. Dieses Jahr wäre es kaum möglich gewesen“, erklärt Daniel Mouratidis, Stellvertretender Regierungssprecher des Landes Sachsen-Anhalt. Die bisherige Planungszeit sei gut genutzt worden, insbesondere von der Hansestadt.

„Wir freuen uns auf das Landesfest, das wir als Hansestadt Stendal ausrichten dürfen“, stellte Oberbürgermeister Klaus Schmotz dazu fest. Dass es erst im kommenden Jahr stattfinden könne sei gut, denn Dinge, die aktuell noch Beeinträchtigungen beim Fest wären, gebe es in einem Jahr vermutlich nicht mehr. Corona bleibt trotz der optimistischen Grundeinstellung natürlich weiterhin ein Thema für das Organisationsteam. Noch vor einem Monat habe niemand damit gerechnet, dass die Inzidenzzahlen so stark sinken würden. „Natürlich begleitet uns diese Frage“, stellt Matthias Neumann, Leiter des Organisationsbüros, fest. Aber eine Glaskugel gebe es nicht – und die Verordnungen des kommenden Jahres kenne auch niemand. Aktuell sehe es aber gut aus. „Es werden ja dieses Jahr auch Festivals stattfinden mit 20 000 bis 30 000 Personen.“ In jedem Fall werde es aber ein Hygienekonzept geben, ergänzte Mouratidis. Sollte der Sachsen-Anhalt-Tag trotz aller Vorbereitungen, beispielsweise wegen einer neuen ansteckenderen Variante des Corona-Virus ausfallen müssen, werde er auf 2023 verschoben, stellt Neumann klar. „Wir gehen schon ein Stück weit ins Risiko. So wie jeder Großveranstalter. Dem Risiko stellen wir uns dann auch“, sagte Mouratidis. Eine nächste Abschätzung zur Situation soll es zum Jahreswechsel geben. Danach müsse monatsweise geguckt werden, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Auf rund fünf Kilometern Laufwegen in der Stadt sollen sich die erwarteten 250 000 Besucher alles anschauen können, was das Land Sachsen-Anhalt zu bieten hat – und noch viel mehr. Neben den Regionaldörfern soll es auch einen Blaulichtbereich, einen für die Bundeswehr und für die Wirtschaft geben. 400 bis 500 Aussteller sollen so in der Innenstadt einen Platz finden. „Das ganze Bundesland präsentiert sich in den verschiedensten Facetten“, sagte Neumann.

Auch wenn es noch rund ein Jahr bis zum Start des Sachsen-Anhalt-Tages hin ist, können Bürger sich dennoch bereits jetzt darauf freuen und profitieren. Die SAT-Buttons, die bereits jetzt für 15 Euro zu kaufen sind, erlauben günstigeren oder sogar kostenfreien Eintritt in Museen sowie das Uenglinger und Tangermünder Tor. Für das Festwochenende gilt damit neben viele anderen Dingen die kostenfreie Nutzung von Großflächenparkplätzen, dem Shuttleverkehr und den Sanitäranlagen. Später soll es noch eine „Light-Version“ vom Button geben, die nur für das Festwochenende gilt.

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