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Stendal: Müll und Abfall gelangen immer wieder auf Schulhof

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Von: Stefan Hartmann

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Zwischen Containern und einem Zaun liegt Müll.
Müll wird immer wieder zwischen Zaun und Palisaden abgeladen. Diese werden auch öfter als Übersteighilfe genutzt, um aufs Schulgelände zu kommen. © Hartmann, Stefan

Der Containerstellplatz an der Mozartstraße macht der nahen Ganztagsgrundschule zu schaffen. Theoretisch getrennt von einer Steinpalisade und einem Zaun, landet doch immer mal wieder Müll auf dem Schulgelände. 

Stendal – Zigarettenkippen und Glasscherben, die nach dem Wochenende erst vom Schulhof gefegt werden müssen, sind für die Ganztagsgrundschule an der Goethestraße nichts Neues, erklärt Schulleiterin Petra Richter. Seit sie ihr Amt 2016 angetreten hat, habe sie bereits mehrfach Meldung über die Zustände, die der Containerstellplatz an der nahen Mozartstraße auslöst, gemacht.

Jugendliche nutzen die Palisaden und Glascontainer, um über den Zaun zu klettern, und zu feiern, heißt es vor Ort. Immer wieder kommen wegen des Stellplatzes jedoch auch andere Probleme auf. Zwischen Schulzaun und Umfassung gibt es einen kleinen Grünstreifen, auf dem immer wieder Müll abgestellt wird. Neugierig, wie Schulkinder nun einmal sind, wird auch dieser erkundet. So soll aus dem angesammelten Unrat auch kürzlich ein Messer herausgezogen worden und so auf dem Schulhof gelandet sein.

„Bei der ALS sind die Beschwerden nicht bekannt“, erklärt Annett Schröder, Teamleiterin Abfallberatung, auf AZ-Nachfrage. Erst nach einer vorherigen AZ-Anfrage im September habe die Abfallentsorgung im Landkreis Stendal (ALS) von Problemen mit dem Standort erfahren. Aus Zuständigkeitsgründen, so erklärt es die Schulleiterin, habe sie ihre Meldungen immer an die Stadtverwaltung geleitet. Die Frage, ob sie diese auch weitergegeben hat, beantwortete das Rathaus bis Redaktionsschluss nicht.

Eigentlich würde die ALS den Standort für die Container gerne behalten. Er sei gut eingehaust und erfülle sonst auch alle Standortkriterien. Er ist anfahrbar und bietet genug Platz für den Kran, der für Leerungen benötigt wird. Überhaupt einen neuen und erst recht einen so guten Standort in der Nähe zu finden, gestalte sich schwierig.

Um das Überklettern zu verhindern, sei an die Stadt herangetragen worden, den Zaun zu erhöhen. Es sei gebeten worden, diese Möglichkeit zu überprüfen, heißt es vonseiten der ALS. Obwohl die ALS den Standort gerne erhalten würde, sei die Suche nach einer neuen Stellfläche ebenfalls an die Stadtverwaltung herangetragen worden.

Als möglichen Schuldigen macht die ALS den Altkleidercontainer aus. In der Nähe von diesen, gerade an ruhigeren Orten wie der Mozartstraße, werde häufiger Müll abgestellt. Um das Problem, dass Unrat auf den Schulhof gelangt, anzugehen, seien auch die Bürger gefragt. Zwar werde der Standort regelmäßig gereinigt, aber weder die ALS noch die Stadt, die für den kleinen Grünstreifen zuständig ist, könnten dort jeden Tag aufräumen. Bürger müssten ihren Abfall dort entsorgen, wo er hingehört. Das bedeute entweder in den richtigen Tonnen, Containern oder in den Recyclinghöfen. Abfall einfach abzuladen, bedeute schließlich auch Gefahr. Insbesondere an der Mozartstraße, an der Kinder betroffen sein können.

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