Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU): Arbeiten werden nicht in den Sommerferien abgeschlossen

Stendal: Luftfilter für Schulen sollen kommen

Ein Klassenzimmer mit Luftfilteranlage.
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Symbolbild: Luftfilteranlagen können einen Beitrag dazu leisten, die Infektionsgefahr zu senken.
  • Stefan Hartmann
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Die städtischen Schulen sollen Lüftungsanlagen bekommen. Während der Sommerferien können die Arbeiten jedoch nicht fertig werden. 

Stendal – Trotz aktuell sehr niedriger Inzidenzen in Stadt und Landkreis bleibt das Corona-Thema weiterhin in aller Munde. Zumindest teilweise gute Nachrichten gibt es unter anderem auch für Grundschulen und Kitas: Bis zu 80 Prozent Förderung sind bei festinstallierte Luftfilteranlagen möglich, erklärte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) den Stadträten. Das ist auch notwendig, denn die Ausstattung eines einzigen Raumes kostet rund 20 000 Euro und dauert zehn Tage. Hinzu kommen 400 Euro Wartung jährlich sowie die Stromkosten. Lautlos können die Arbeiten kaum vonstattengehen, aber während der heute beginnenden Sommerferien können nicht alle Schulen bearbeitet werden. Realistisch wäre die Ausstattung einer einzelnen in den kommenden Wochen. Geschafft werden müssten jedoch sechs. Hinzu käme, dass die Hansestadt nicht der einzige potenzielle Kunde ist. Die Firmen seien mit den im Raum stehenden Fördermöglichkeiten und dem landes- und bundesweiten Bedarf natürlich gefragt. „Wir sind nicht die Einzigen, die das wollen“, stellte Schmotz klar.

Schneller könnte mit mobilen Anlagen für eine Filterung der Raumluft gesorgt werden. Aber auch das wäre keine einfache Lösung. Bisher sei nur eine Förderung für Räume, die der Kategorie zwei entspräche möglich – also Räumen, die keine richtigen Fenster haben, die zum Lüften groß geöffnet werden können. Diese gebe es in der Hansestadt jedoch nicht oder nur kaum. Dafür sind diese Geräte jedoch vergleichsweise günstig: Circa 3000 Euro pro Stück müssten eingeplant werden. Ein Wert, der selbst ohne Fördermöglichkeiten geringer ist, als der Eigenanteil, den die Stadt bei festinstallierten Anlagen tragen müsste. Die Frage, welche Geräte besser geeignet seien müsse intensiv geprüft werden, stellte Schmotz klar. Sicher sei jedoch, dass die Installation für alle Schulen der Hansestadt nicht während der sechswöchigen Sommerferien abgeschlossen werden könne.

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