Baustart im August

Stendal: Lebenshilfe steckt 6,2 Millionen Euro in neue Behindertenwerkstatt

Auf einer grünen Wiese steht das Bauschild der Lebenshilfe. Davor ist ein tiefes Loch abgesperrt.
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Neben einem Discounter an der Lüderitzer Straße soll die neue Werkstatt der Lebenshilfe entstehen.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Im August soll es losgehen. Das sagt zumindest Martin Schreiber, Geschäftsführer des Vereins Lebenshilfe Region Stendal, über den Neubau einer Behindertenwerkstatt in der Kreisstadt. 

Stendal - „Wir nehmen uns etwa eineinhalb Jahre Zeit für den Bau“, erklärt Schreiber. Damit wäre der Abschluss Ende 2022 oder Anfang 2023 geplant. „Der Neubau kostet etwa 6,2 Millionen Euro“, berichtet der Geschäftsführer. Bisher ist nicht viel zu sehen, doch viel geplant ist allemal.

An der Lüderitzer Straße Ecke Gardelegener Straße wurde das Grundstück bereits aufgekauft. Dort soll eine vielteilige Werkstatt ähnlich der Einrichtung der Lebenshilfe in Tangerhütte entstehen. Die Wäscherei aus Tangerhütte zieht dann nach Stendal um. Das begründete der Geschäftsführer mit der Tatsache, dass der größere Teil der Wäscherei-Kunden – Hotels, Restaurants und Seniorenheime – aus Stendal kommt. Dazu kommen noch Räume für eine Näherei, die Berufsbildung sowie für seelisch Benachteiligte.

60 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung soll die neue Einrichtung bieten. „Beim Personal kommen immer etwa einer pro zwölf Arbeitende, also werden vermutlich fünf begleitende Angestellte dazukommen“, rechnet Schreiber vor. Im Falle der geplanten Wäscherei soll das Personal einfach mit wechseln.

Ein Problem steht noch im Raum: die Finanzierung. Denn die zuständige Sozialagentur habe bisher nur zugestimmt, ein Drittel des Baus zu finanzieren. „Deswegen stehen wir gerade vor dem Sozialgericht“, erklärt Schreiber. Der Bau werde zwar „Werkstatt“ genannt, müsse aber als Reha-Einrichtung verstanden werden. Genau aus dieser Bezeichnung heraus habe die Agentur mit weniger Platz gerechnet.

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