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Kindertagesstätte „Regenbogenland“ soll früher gebaut werden

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Von: Lisa Maria Krause

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Der Eingang der Tagesstätte
Die Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Stendal-Süd soll nun doch schon in diesem Jahr neu gebaut werden und nicht erst 2023. So hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag entschieden. © Hartmann, Stefan

Weil die Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Stendal-Süd voraussichtlich in der Hand der Stadt bleibt, sollen die Planungen und der Bau selbst bereits in diesem Jahr und nicht, wie ursprünglich geplant, 2023 starten. Die Mehrheit der Stadträte hatte am Montag in ihrer Sitzung einem entsprechenden Antrag der Fraktion SPD/FDP/Ortsteile zugestimmt.

Stendal - Laut dem vorliegenden Investitionsprogramm sollen Planungskosten in Höhe von 200 000 Euro für den Haushalt 2023 eingeplant werden. Mit der Änderung werden diese bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Zudem sollen zwei Millionen Euro in den Haushalt 2023 und weitere eine Million Euro in den Haushalt 2024 für den Bau mittelfristig angesetzt werden. Weitere Gelder könnten, falls nötig, mit dem Haushalt 2023 beschlossen werden.

Reiner Instenberg (SPD/FDP/Ortsteile) kritisierte im Namen seiner Fraktion vor allem das Fehlen einer Prioritätenliste. „Es ist unklar, wo welche Schwerpunkte liegen.“ Ohne Prioritätenliste würden Vorhaben „wild durcheinander“ angefangen, anstatt das Wichtigste zuerst umzusetzen wie etwa die Sanierung der Kindertagesstätten „Regenbogenland“ sowie „Die kleinen Strolche“ in Dahlen.

Da sich im Falle der Stendaler Tagesstätte nicht abzeichne, dass diese an freie Träger abgegeben wird, solle der Bau schnellstmöglich vorangetrieben werden. Christian Röhl (FSS/BfS) merkte allerdings an, dass für seine Fraktion durchaus eine freie Trägerschaft oder eine Zusammenlegung von Tagesstätten in Frage kommt.

Neben den Unsicherheiten, ob eine Trägerschaft für Betrieb als auch Bau der Tagesstätte Sinn ergeben würde, kam auch die Einrichtung in Dahlen zur Sprache. Nach Meinung einiger Anwesender sollte lieber diese Tagesstätte früher gebaut werden statt das „Regenbogenland“.

Die Option einer Trägerschaft verteidigte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) nun in einer Pressemitteilung: Demnach sei eine freie Trägerschaft ein geeignetes Modell für Neubauten von Kindertagesstätten. Die Sanierungen in Stendal-Süd und Dahlen seien dringend notwendig.

So favorisiere er „sowohl für die Baumaßnahme als auch für den Betrieb der beiden Kindertagesstätten die Vergabe an freie Träger“. Die Stadt Stendal habe bereits gute langjährige Erfahrungen im Bau und Betrieb mit anerkannten freien Trägern gemacht.

Als Beispiel nennt der Oberbürgermeister die Tagesstätte in Möringen, die sich derzeit noch im Bau befindet (AZ berichtete). „Nach einem eng von Stadtverwaltung und Stadtrat begleiteten Interessenbekundungsverfahren für den Neubau und Betrieb einer Kindertagesstätte geht nun das Bauvorhaben zügig voran, und den Familien in Möringen und Nahrstedt wird im nächsten Jahr eine moderne Einrichtung zur Verfügung stehen.“

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