Puppentheater wurde gut angenommen

Stendal: Kinderlachen im Autokino – Besucherzahlen geringer als erhofft

Zahlreiche Besucher haben es sich in ihren Autos gemütlich gemacht.
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Zahlreiche Besucher haben es sich in ihren Autos gemütlich gemacht.

Stendal – Anlässlich des Kindertages wurde im Autokino auf dem Flugplatz Borstel kein Film auf die Leinwand gezaubert. Stattdessen war das Puppentheater Kerstin Dathe mit dem Stück „Der Wolf und die sieben Geißlein“ zu Gast.

Auf einer kleinen Bühne spielte sie live, damit auch die weiter entfernten Gäste alles gut erkennen konnten, wurde das Stück gleichzeitig auch auf der Leinwand gezeigt.

„Es war ein Abenteuer. Es war ein Wagnis, aber auch eine schöne Vorstellung“, erklärt Kerstin Dathe auf AZ-Anfrage. Bei dem schönen Wetter am Pfingstmontag sei aber alles gut über die Bühne gegangen. Jedoch hatte sie zuvor auch Bedenken und war ein wenig aufgeregter als sonst vor ihren Auftritten. Man frage sich natürlich vorher, wie es rüberkommt, wenn das Publikum in Autos sitzt und ihre Stimme übers Radio hört. „Ich war anfangs skeptisch, aber es ist gut gelaufen“, sagt Dathe.

Vorher habe sie die Ausweichmöglichkeiten anderer Theater kritisch begutachtet. Viele seien in den Onlinebereich gewechselt, was für sie nicht in Frage komme. „Theater ist ein Live-Erlebnis“, erklärt Dathe bestimmt. Da es die aktuellen Eindämmungsverordnungen jedoch oft unmöglich machten, ins Theater zu gehen, wollte sie dem Auto-Theater eine Chance geben. „Hier waren Leute da. Man hört einen Lacher und wie die Kinder bei der Begrüßung mitmachen“, berichtet Dathe. „Wenn es jetzt so ist, dass es nur unter diesen Umständen möglich ist, dann ist das besser als gar nichts.“

Mit 35 Fahrzeugen war das Puppentheater recht gut besucht, wie zwei Mitarbeiter des Stendaler Kinos berichten, das das Autokino personell unterstützt. Unter der Woche seien tendenziell etwas weniger Besucher dabei – rund ein Dutzend Autos sind jeweils zu erwarten. Wobei das immer stark vom gezeigten Film und dem Wetter abhänge. Während es bei der Dokumentation „Rammstein:Paris“ nur rund 20 Fahrzeuge mit Besuchern gab, seien für „Böhse Onkelz - Böhse fürs Leben: Die Dokumentation“, die am Samstag, 6. Juni, um 21 Uhr gezeigt wird, bereits über 100 Karten verkauft.

Auch die Hansestadt Stendal gibt an, dass die Besucherzahlen eher durchwachsen sind. Bisher hätten etwas über 2000 Menschen das Autokino besucht. Gehofft habe man auf die doppelte Zahl. In Anbetracht der schnellen Organisation und kurzfristigen Ankündigung des Programmes sei die Hansestadt jedoch mit den bisherigen Besucherzahlen soweit zufrieden.

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