Zweistündiger Einsatz der Truppe / Circa 300 tote Fische aufgefunden / Weitere Aktion nicht auszuschließen

Stendal: Feuerwehrschlauch bringt Sauerstoff für Stadtsee-Fische

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Die Feuerwehr Stendal ist gegen das Stadtsee-Fischsterben aktiv geworden.

Stendal – Erneut ist ein Fischesterben im Stadtsee in Gange: Für mehr Sauerstoff in dem etwa 760 Meter langen und gut 125 Meter breiten Gewässer, das sich im Zentrum des größten Wohngebiets der Kreisstadt befindet, hat am Dienstagvormittag ein etwa zweistündiger Einsatz der Stendaler Feuerwehr gesorgt.

Ob die Aktion von Erfolg gekrönt sein wird, müsse sich aber erst noch zeigen, hieß es dazu vor Ort.

Aufgefunden worden seien bislang etwa 300 tote Fische, berichtet Einsatzleiter Sascha Romanow der AZ. Zwei Stunden hatte den Angaben zufolge das Einsatzteam mittels Feuerwehrschläuchen Wasser aus und wieder in den See gepumpt. Damit soll der Sauerstoffgehalt im Wasser verbessert werden. Weil erstickte Fische aber erst 24 Stunden nach ihrem Tod an der Wasseroberfläche auftauchen würden, wie Verantwortliche des Stendaler Anglervereins erklärt hätten, werde sich auch erst in den nächsten Tagen zeigen, ob eventuell ein weiterer Einsatz der Feuerwehr nötig sein werde.

Hegeangel-Aktionen hatte es nach Angaben des Vereins im Stadtsee zuletzt im Mai und Juni durch die Ortsgruppen „Stendal“ und „Rotauge“ sowie durch den Angelsportverein „Vorwärts“ gegeben. Durch Schmutz, Laub und natürliche Alterungsvorgänge wird der See immer wieder verschlammt, was in den Sommermonaten regelmäßig zu einem Fischsterben geführt hat.

Oft ist das Gewässer an vielen Stellen weniger als nur einen Meter tief. 2002 und 2003 wurde der See mit einem Saugspülbagger grundhaft entschlammt, wonach er eine durchschnittliche Wassertiefe von 1,60 Meter aufgewiesen hat. Das Erholungsgebiet war 1935 eingeweiht worden. Der künstlich angelegte Flachsee erhielt den Namen Adolf Hitler. 1946 bis 1949 hieß er Stadtsee, dann Stalin-See und seit 1961 wieder Stadtsee.

Einen zentralen Gewässereinsatz zum Erhalt, zur Hege und Pflege des Stadtsees planen die Petrijünger wie ihre ostaltmärkischen Kollegen eigenen Angaben zufolge wieder am 25. Oktober. tje/kr

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