Corona nicht einziger Grund

Stendal erteilt Eisbahn Absage

Eislaufen zur Weihnachtszeit
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Nach dem Stendaler Weihnachtsmarkt ist nun auch die Kunsteisbahn auf dem Winckelmann-Platz abgesagt.

Das Ratschen von Kufen auf dem Eis wird es auch in diesem Jahr nicht auf dem Stendaler Winckelmann-Platz zu hören geben. Das zweite Jahr in Folge hat die Rolandstadt das eisige Vergnügen abgesagt, wieder wegen Corona.

Aber auch andere Gründe stecken dahinter, denn der Betreiber der Eisbahn hat – bisher nur mündlich – gekündigt, wie Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) im Stadtrat mitteilte. Dafür hofft er, auf anderem Wege etwas besinnliche Stimmung in die Stendaler Innenstadt zu bringen.

Das Stadtoberhaupt hatte zunächst aber alles andere als gute Nachrichten. Einen neuen Betreiber für die Eisbahn gibt es noch nicht. Und der Verkauf der Fläche von zehnmal 30 Metern verzögert sich in die Saison 2022/23. Ein Vergleichsangebot liege noch unter 10 000 Euro. Laut einer Pressemitteilung der Stadt sind die Zugangsbeschränkungen der aktuellen Corona-Verordnung für „Freizeiteinrichtungen“ wie die Kunsteisbahn nicht in dieser Form umsetzbar.

Damit die Bürger trotzdem in Dezember-Stimmung kommen, hofft der Oberbürgermeister, einige Händler zu gewinnen. Sie sollen ihre Stände an die vier Ecken des Marktplatzes oder die Breite Straße hinunter bis zum Sperlingsberg aufstellen. „Um ein gewisses weihnachtliches Flair hinzubekommen“, erklärte Schmotz.

Der bereits abgesagte Weihnachtsmarkt sowie die Eisbahn sollten am 9. Dezember an den Start gehen (AZ berichtete). Schmotz sagte allerdings, dass eine ganze Reihe von Händlern im Vorfeld ihre Teilnahme abgesagt hätten. Grund dafür waren die lange Anreise und die unberechenbare Situation. Die Stadt teilte mit, dass die Kunsteisbahn ursprünglich bis zum 22. Februar geplant war.

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