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Stendal: Erneute Massenschlägerei am Altmark Forum

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Von: Stefan Hartmann

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EIn Absperrband auf dem Polizeisperrung steht. Im Hintergrund ist die Wiese hinter dem Altmark Forum.
Die Wiese hinter dem Altmarkforum ist komplett abgesperrt: Am Freitagvormittag kam es dort erneut zu einer Massenschlägerei. © Hartmann, Stefan

Stichverletzung in der Brust: Eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Verletzung ist nicht lebensbedrohlich.

Stendal – Einige Monate war Ruhe, nun kam es am Freitagvormittag erneut zu einer Massenschlägerei hinter dem Altmark Forum in Stendal.

Am Freitag, 7. Oktober, gegen 10.30 Uhr gerieten „zwei Personengruppen mit Migrationshintergrund“, so die Stendaler Polizei, im Bereich der Käthe-Kollwitz-Straße, der Adolph-Menzel-Straße und der Hinterseite des Altmarkforums in Streit. Erst eintreffende Polizeibeamte hätten die bis zu 30 Personen, die aufeinander losgegangen waren, trennen können. Zwei Personen hatten nach Polizeiangaben Kopfverletzungen erlitten und eine Person wurde mit einer Stichverletzung in der Brust ins Krankenhaus gebracht. Sie sei jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt.

Vor Ort sind die Personalien der Personen festgestellt und Tatverdächtige ermittelt worden. Außerdem wurden Smartphones sichergestellt, was deren Besitzern missfiel. Das sei aber durchaus rechtlich möglich, erklärte Polizeisprecherin Annika Korf auf AZ-Nachfrage. Nämlich dann, wenn beispielsweise „die Vorgänge gefilmt“ worden sind. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.

Ein Zusammenhang zu den beiden Massenschlägereien im Sommer könne zum aktuellen Ermittlungsstand noch nicht bestätigt werden, erklärte die Polizeisprecherin weiter. Allerdings würden die Erkenntnisse in den Fällen nun miteinander abgeglichen werden, betont Korf. Weitere Erkenntnisse würden im Lauf der kommenden Woche erwartet.

» Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die die Vorgänge im Bereich der Adolph-Menzel-Straße und auf der Rückseite des Altmarkforums beobachtet haben, sich bei der Polizei zu melden. Informationen können an jede Polizeidienststelle oder unter Tel. (03931) 6850 abgegeben werden.

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