„Der Wind pfeift ganz schön“ / Einer der höchsten Bäume im Landkreis

Stendal: Mit der Drehleiter 20 Meter empor

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Die Stendaler Brandschützer haben am Freitagvormittag ihren Weihnachtsbaum in hohe Gefilde gebracht.

Stendal – Vier Mann braucht es, um den Baum auf den fast 20 Meter hohen Feuerwehrübungsturm zu hieven. Hauptbrandmeister Lothar Brehm steuert dafür die Drehleiter. Stadtwehrleiter Michael Geffers beobachtet die Aktion von unten.

Seine Kameraden und er seien gefühlt seit etwa „eine Million Jahren“ als Brandschützer aktiv. Er selbst ist bereits seit 29 Jahren in Stendal und der Feuerwehr im Jahr 1982 beigetreten. Beim Aufstellen des Weihnachtsbaums helfen jedes Jahr andere Kameraden mit. Dieses Jahr sind es die Gerätewarte und ein freiwilliger Helfer.

Das festliche Grün thront nun auf dem Übungsturm.

Die Tradition, den Nadelbaum in luftiger Höhe zu platzieren, wurde noch vom früheren Standort Bruchstraße übernommen. 1998 war das erste Exemplar nach oben transportiert worden..

Geffers sei selbst auch schon oben gewesen. Rauchentwicklung könne dort früh erkannt werden. Während des Jahrs könnten in dem Turm sämtliche Elemente des Diensts geübt werden, war vom Stadtwehrleiter zu erfahren. Zu erreichen sei die Fläche allerdings nur über die ausgefahrene Drehleiter. „Aufrichten!“, „Ablassen!“, „Einfahrt!“ sind die Kommandos, welche sich die ehrenamtlichen Brandschützer zuwerfen. „Der Wind pfeift ganz schön da oben“, sagt einer der Beteiligten. Die Helfer auf dem Dach müssen sich sichern. Es braucht Zeit, bis der Baum ordentlich befestigt ist. Eine Lichterkette wurde ihm bereits umgehängt. Am Ende wird diese noch eingeschaltet und die Arbeit ist getan.

Ab dem Ersten Advent soll das Licht dann dauerhaft strahlen. Gerade für die Autofahrer aus Richtung Uenglingen sei der Baum gut zu sehen, meint Geffers. Mit insgesamt 22 Metern Höhe sei der Grünling nun wieder einer der höchsten Weihnachtsbäume im Landkreis.

Anfang Januar wird die Pracht wieder abgebaut. Auf dem Gelände am Justizzentrum „Albrecht der Bär“ gibt es dann erneut das traditionelle Baumbrennen.

VON SIMON GERSTNER

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