Kosten für Tests ab 11. Oktober / Landkreis behält Überblick

Stendal: Corona-Testzentren bleiben vorerst am Markt

Ein Hinweisschild steht vor einem Corona-Testzentrum.
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Noch sind Coronatests generell kostenfrei. Zum 11. Oktober wird sich das mit wenigen Ausnahmen ändern.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Dass Corona-Tests in Zukunft kostenpflichtig werden, steht bereits fest. Wie sich damit die Situation für die Anbieter verändert jedoch noch nicht.

Stendal – Die Impfzentren sind geschlossen und den Schnelltestzentren könnte ein ähnliches Schicksal blühen. Mit dem 11. Oktober werden Corona-Tests kostenpflichtig. Das ohnehin schon gesunkene Interesse an den Tests könnte damit weiter fallen und den Betrieb unwirtschaftlich machen.

Sorgen machen müssen sich die Stendaler aber zunächst nicht, erklärt unter anderem Apotheker Christoph Schaefer, der in den ersten Wochen der Pandemie 2020 mit der damaligen Fieberambulanz im Roland Ärztehaus eine der ersten Testmöglichkeiten in der Altmark geschaffen hatte (AZ berichtete). Trotz der überwiegenden Testfreiheit gebe es noch ein reges Interesse an dem Angebot, sagt der Apotheker. Unter anderem vor Krankenhausbesuchen oder den ersten Elternabenden nach dem Schulbeginn hätten sich relativ viele Menschen testen lassen.

Auch wenn Kunden in Zukunft für den Test zahlen müssen, soll das Angebot weiter bestehen bleiben, allerdings mit kürzeren Öffnungszeiten. Unter der Woche kann von 8 bis 10 Uhr und von 15 bis 17 Uhr getestet werden. Samstags gebe es im gleichen Zeitfenster auf Anfrage ebenfalls Testmöglichkeiten.

In der Apotheke am Stadtsee müssen mittlerweile keine Termine mehr vereinbart werden. „Wir haben die Zeit von 10 bis 11 Uhr freigegeben“, sagt Apotheker Sebastian Jankow. In dieser Zeit bestehe der größte Andrang. Viele, die einen Test benötigen, wollten diesen gleich vormittags hinter sich bringen. Für besondere Anlässe, wie eine Gruppentestung vor einer Jugendweihefeier oder Ähnlichem könnten Tests nach Absprache auch außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden.

Auch das Testzentrum am Gesundheitsstudio Galaxy verzichtet auf die vorherige Terminvereinbarung. Getestet wird unter der Woche von 15 bis 18 Uhr. Samstags wird die Zeit ein wenig verkürzt: Der Service steht von 11 bis 16 Uhr zur Verfügung. Wie lange sich das Angebot halten wird, kann Betreiber Thomas Kühn noch nicht sagen. „Wir stehen erst mal noch zur Verfügung“, sichert er jedoch zu. Wie sich die Situation entwickeln werde, könne niemand vorhersagen. Mit der Eröffnung sei das Testzentrum genau an der richtigen Stelle gewesen, auch um die Apotheken in ihrem Betrieb zu entlasten. Mit dem sinkenden Interesse könnte sich das Angebot privater Anbieter langfristig nicht rechnen, vermutet Kühn.

Preise für die Tests wurden nicht offiziell mit der Testverordnung festgelegt. Sie zu bestimmen obliegt den Anbietern. Bisher pendeln diese sich auf einen Wert zwischen zehn und 15 Euro ein. Auch wenn diese Kosten generell gelten, gibt es einige Ausnahmen. Kinder bis 12 Jahren testen sich kostenfrei. Für bis 18-Jährige gilt dies ebenfalls, allerdings nur bis zum 31. Dezember. Danach zahlen sie ebenfalls. Personen, die beispielsweise wegen einer Allergie nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können, sind ebenfalls von den Kosten befreit. Auch die Freitestung, beispielsweise in Folge einer nachgewiesenen Infektion, bleibt kostenfrei. Unter anderem aus diesem Grund werde es weiterhin eine unter www.landkreis-stendal.de eine Liste mit den Teststellen im Landkreis geben, informiert Angela Vogel, Leiterin Büro des Landrates, auf AZ-Anfrage. Wie sich mit der Kostenverschiebung die Testlandschaft im Landkreis verändern werde, stehe noch nicht fest. „Die konkrete Information der Testzentren steht noch aus“, erklärt Vogel. Die entsprechende Liste auf der Landkreishomepage werde entsprechend der Meldungen fortlaufend aktualisiert.

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