Attraktiv mit Seeblick campieren / Geringere Kosten

Stendal: Caravan-Stellplatz soll am Stadtsee entstehen

Aus dem Parkplatz „P 2“ am Uchtewall soll eine Fläche für Wohnmobile werden, empfiehlt das Bauamt. Auf dem Areal sollen neun Caravans gleichzeitig stehen können. Die Baukosten betragen 278 500 Euro.
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Aus dem Parkplatz „P 2“ am Uchtewall soll eine Fläche für Wohnmobile werden, empfiehlt das Bauamt. Auf dem Areal sollen neun Caravans gleichzeitig stehen können. Die Baukosten betragen 278 500 Euro.

Stendal – Von Rang zwei wie 2018 ist in der Standortsuche für Stendals neuen Caravan-Stellplatz der Uchtewall neuer Spitzenreiter der Stadtverwaltung – obwohl die Fläche am Ufer des Stadtsees kleiner ist als die beiden Alternativen Bruchweg in der Innenstadt und „AltOa“ am Stadtrand Richtung Uenglingen.

Dabei sticht der neue Favorit besonders mit „geringer veranschlagten Kosten“ heraus, wie es im Begründungstext aus dem Bauamt für einen Beschlussvorschlag heißt, mit dem es der Stadtentwicklungsausschuss um Vorsitzenden Dr. Henning Richter-Mendau (CDU/Landgemeinden) am morgigen Mittwoch, 9. September, ab 17. 30 Uhr im Rathausfestsaal zu tun bekommt. .

So empfehlen die Verantworlichen aus dem Amt 60 den Uchtewall, weil diese Fläche durch seine Nähe zu Stadtsee und Tiergarten „attraktiv“ sei. Auch werde dort eine „kurze Wegebeziehung zum Altstadtzentrum“ geboten. Zwar biete das Areal im Gegensatz zu Bruchweg und „AltOa“ nur neun statt dort jeweils zwölf Stellplätze für Wohnmobilisten, aber die Baukosten seien dort am günstigsten. Für den Uchtewall fallen den Angaben zufolge Kosten von rund 278 500 Euro an, während für die Herrichtung an der Schillerstraße („AltOa“) 389 300 Euro und für den Bruchweg sogar 521 500 Euro anfielen. Die höchsten Kosten am Bruchweg seien auch darin begründet, dass dort noch ein Grundstückskauf durch die Stadt nötig sei. Und die Fläche am Sport- und Freizeitbad weise die größte Entfernung zum Stadtkern auf, begründen die Verfasser der Begründung.

Zuletzt hatte der neben dem Uchtewall auch der aktuelle Stendaler Caravan-Standort am Schützenplatz als sogenannter Vorzugsstandort gegolten. Allerdings seien bei dem Beschluss vor zwei Jahren noch nicht „vorhandene Nutzungskonflikte“ wegen der Doppelnutzung als Festplatz für Schausteller und für den Zirkus „eindeutig herausgearbeitet“ worden. Inzwischen sei auch bekannt, dass die Fläche am Schützenplatz einen teuren Bodenaustausch notwendig mache.

Für die Arbeiten hätten sich die Kosten von zuletzt 225 000 Euro auf rund 533 000 Euro mehr als verdoppelt, begründet das Bauamt. Auch habe das Landesamt für Denkmalpflege „erhebliche Bedenken“ gegen den Schützenplatz angemeldet. So beeinträchtige die mit Asphalt und Betonsteinpflaster geplante Wohnmobilstellplatzanlage die Denkmalqualität der Fläche, die sich im Altstadtgrüngürtel an der früheren Wallanlage befindet. VON ANTJE MAHRHOLD

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