Fraktion Linke/Grüne organisiert Info-Veranstaltung zur Winckelmannstraße

Stendal: Bürger wollen Einbahnstraße

Werner Hartig (Bildmitte) machte sich bei dem Treffen für die Belange der Radfahrer stark. Es wurde zudem deutlich, dass sich die Mehrheit der Anwohner eine Regelung als Einbahnstraße wünscht.
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Werner Hartig (Bildmitte) machte sich bei dem Treffen für die Belange der Radfahrer stark. Es wurde zudem deutlich, dass sich die Mehrheit der Anwohner eine Regelung als Einbahnstraße wünscht.

Stendal – Die Fraktion Linke/Grüne hatte am Mittwochnachmittag zu einer Informationsveranstaltung zu den Planungen für die Bauarbeiten an der Winckelmannstraße geladen.

Zahlreiche Anwohner nahmen das Angebot wahr und so entwickelte sich im Innenhof des Winckelmannmuseums eine teilweise kontroverse Diskussion.

Bei einem spontan eingeholten Meinungsbild wurde deutlich, dass sich die Anwohner eine Regelung als Einbahnstraße wünschen. Doch diese kommt vor allem aus einem Grund nicht in Frage. „Das ist nicht genehmigungsfähig“, so Bärbel Hornemann von der Unteren Denkmalschutzbehörde. Zur Wahl auf der kommenden Stendaler Stadtratssitzung im September stehen somit nun die im Plan als Variante eins und Variante fünf bezeichneten Möglichkeiten. Joachim Röxe (Fraktionsvorsitzender Linke/Grüne) und Katrin Kunert (Die Linke) warben dafür, dass sich die Anwohner im Vorfeld der Gespräche im Stadtrat bei allen Fraktionen melden und bereits im Vorfeld mitteilen, falls sie Änderungswünsche haben, falls dies der Fall sein sollte.

Den Blick auf die Belange der Fahrradfahrer lenkte Werner Hartig vom Kreisverband Stendal des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. (ADFC). „Was viele vergessen, ist, dass die Gehwege auch Verkehrswege für Kinder sind. Bis sie acht Jahre alt sind, sind sie verpflichtet, dort zu fahren.“ Er bat die Planer um Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westum darum, dies bei den Planungen zu berücksichtigen. Außerdem regte er an, Fahrradständer einzurichten, was auch geschehen soll. Auch hier gab es jedoch einigen Widerspruch von den Anwohnern, die der Auffassung waren, dass zusätzliche Fahrradstellplätze nicht nötig seien. Außerdem mahnte der Fahrradfreund an, dass man sich bewusst machen müsse, dass das Verkehrsaufkommen auch in 30 Jahren noch bewältigt werden könne. „Denn über einen so langen Zeitraum gehen städtebauliche Planungen in der Regel.“

Die Bauarbeiten sollen laut Planungen im kommenden Jahr und im Jahr 2022 über die Bühne gehen. Dafür stehen 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. VON TOBIAS HENKE

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