Alle Bewohner in Sicherheit / Rund 100 000 Euro Schaden

Stendal: Brand im Obdachlosenheim

Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge stehen an einer dunklen Straße.
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Die Feuerwehr konnte den Brand des Stendaler Obdachlosenheims zügig löschen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Ein Brand am Donnerstagabend hat das Obdachlosenheim in Stendal unbewohnbar gemacht. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von 100 000 Euro. Ernsthaft verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Ursache für das Feuer ist noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Stendal – Zerborstene Fenster, verrußte Wände und einige angebrannte Papierstücke sind die wenigen Zeugen, die am Tag nach dem Brand in der Obdachlosenunterkunft der Hansestadt Stendal am Hohen Weg noch zu sehen sind. Am späten Donnerstagabend gegen 22.45 Uhr kam es in dem Obdachlosenheim aus bislang noch ungeklärter Ursache zum Brand. Anwohner entdeckten eine Rauchentwicklung aus einer Nachbarwohnung und alarmierten die Feuerwehr. Diese konnte den Brand zügig löschen. Der Wohnungsinhaber ist zum Zeitpunkt des Brandes nicht vor Ort gewesen, informiert die Polizei in einer Mitteilung. Es entstand ein Sachschaden von 100 000 Euro. Der entsprechende Bereich des Hauses ist derzeit nicht nutzbar.

Für die Bewohner ist es wohl Glück im Unglück gewesen: Keine der drei gemeldeten Personen ist ernsthaft verletzt worden, auch wenn eine von ihnen von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und behandelt werden musste. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus war jedoch nicht notwendig, informiert Stadtsprecherin Susanne Hellmuth auf AZ-Anfrage. Noch in der selben Nacht seien die Betroffenen in einem anderen Teil des Gebäudes untergebracht worden – allerdings nur vorübergehend. Genutzt wird der andere Gebäudeaufgang eigentlich vom Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe Stendal. Für die drei Personen stehen noch weitere Umzüge an. Das Wochenende verbringen sie in einer Notunterkunft des Landkreises. Diese könne aber nicht langfristig genutzt werden, erklärt Hellmuth. Deshalb habe die Stadt zwei Wohnungen bei der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) angemietet, die am Montag möbliert werden sollen, um eine Unterbringung zu ermöglichen.

Wann die Unterkunft wieder uneingeschränkt genutzt werden kann, steht noch nicht fest. Zwar habe sich die Stadt bereits einen ersten Eindruck von den Schäden machen können, aber noch hat die Kriminalpolizei den Brandort für ihre Ermittlungen in Beschlag genommen.

Mandy Heidemann, Leiterin des Ordnungsamtes der Hansestadt Stendal, das für die Unterkunft Verantwortung trägt, war in der Brandnacht vor Ort. Sie richtet ihren Dank an alle Beteiligten: „Ich bedanke mich bei der Feuerwehr Stendal für den nächtlichen Einsatz, beim Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe Stendal für die kurzfristige Lösung zur Unterbringung in der Brandnacht, beim Landkreis Stendal für die Unterbringung über das Wochenende und bei der SWG für die schnelle Zurverfügungstellung von zwei Wohnungen.“

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