Ende des Platzproblems in Sicht

Stendal: Baustart für THW-Hallenanbau womöglich schon im September

Die Fahrzeuge müssen versetzt in der Halle verparkt werden, um alle darin unter zu kommen. Das soll sich durch den Umbau ändern.
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Die Fahrzeuge müssen versetzt in der Halle verparkt werden, um alle darin unter zu kommen. Das soll sich durch den Umbau ändern.

Stendal – Was lange währt, wird endlich gut. Fast fünf Jahre war die Hallenerweiterung beim Technischen Hilfswerk (THW) Stendal in der Mache. Nun soll es ans Eingemachte gehen.

„Kommende Woche ist die Bauanlaufberatung mit den vertraglich festgelegten Firmen“, erzählt THW-Ortsbeauftragter Norman Gelbke der AZ mit merklicher Vorfreude.

An die 18 Meter tiefe Halle sollen noch einmal sechs Meter drangesetzt werden. Derzeit müssen die Fahrzeuge und Anhänger immer halb versetzt stehen, um nicht aneinander zu ecken und trotzdem ins Gebäude zu passen. Da kann das Einparken schon mal zur Millimeterarbeit werden. „Es wird jetzt so ausgebaut, dass die vorhandene Technik arbeitsschutztechnisch korrekt gestellt werden kann“, erklärt Gelbke.

Viel Platz bleibt bis zum Tor nicht mehr.

Für die Hallenerweiterung wurden bereits zu Beginn des Jahres sechs Bäume gefällt, da der Baustart noch nicht feststand. Denn neben den sechs Metern extra Stellfläche, soll das THW auch ausreichend Rangierfläche hinter dem Gebäude erhalten. „Der Zaun wird versetzt und das gesamte Grundstück nach hinten verlängert, sodass sich dort eine Umfahrung ergibt“, berichtet Gelbke und zeigt durchs Küchenfenster, wo bald die Bagger rollen werden. Momentan müssen alle Fahrzeuge die Einfahrt an der Frontseite der Halle nutzen. Mit der Umfahrung soll das Abstellen der Fahrzeuge leichter von der Hand gehen. Für die Zeit der Bauarbeiten werden die Transportmittel samt Anhänger in eine Ersatzhalle umziehen müssen. „Das wird gerade geprüft.“

Damit nicht genug, soll auch an anderer Stelle mehr Platz geschaffen werden. Der Damen-Umkleidebereich wird im Zuge des Umbaus erweitert. Momentan stehe den Frauen nur ein winziger Raum nebst Badezimmer zur Verfügung. „In der ersten Etage wird ein ‘hängender Raum’ eingefügt“, berichtet der 43-Jährige mit einem Schmunzeln. „Hängend“, weil sich darunter kein weiterer Raum befindet. Mit dieser Neuerung wird die alte Umkleide zum Vorraum degradiert werden.

700 000 Euro aus dem Bundesetat sind für das Projekt angesetzt. Wann die Bauarbeiten tatsächlich beginnen, sei momentan noch nicht geklärt. „Tendenziell im September“, verrät Gelbke hoffnungsvoll. Denn bis zur 25-Jahrfeier des THW im kommenden Juni sollen die Maßnahmen eigentlich abgeschlossen sein.

VON LAURA KÜHN

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