Gastronomische Innenräume seit Montag ohne Test nutzbar / Noch wenig Zeit zu wirken

Stendal: Ausgesetzte Testpflicht bietet Chancen für Gastronomie

Der Außenbereich eines gastronomischen Unternehmens im Regen.
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Die zuvor wegen des guten Wetters beliebte Außengastronomie leidet besonders unter dem Wetterumschwung. Entlastung für die Betriebe gibt es dennoch: Seit Montag ist kein Test mehr für den Innenbereich notwendig.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Seit Montag ist kein Test mehr für den Besuch von Innengastronomie notwendig. Viel Wirken konnte die Regelung noch nicht: Bei gutem Wetter wurden ohnehin Plätze an der frischen Luft bevorzugt.

Stendal – Nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft aus der Europameisterschaft verlieren viele das Interesse an dem Turnier. Spiele anderer zu verfolgen, wenn die eigene Mannschaft nicht mehr gegen sie antreten kann, scheint weniger reizvoll. Die Möglichkeiten der Abendgestaltung sind jedoch seit Kurzem trotz Turnierausschied wieder fast grenzenlos.

Seit Montag, 28. Juni, gilt die neuste Erleichterung der Eindämmungsverordnung: Damit gilt keine Testpflicht mehr für Personen, die geschossene Räume von Gaststätten nutzen wollen. Zuvor waren diese nur mit Test nutzbar, lediglich für die Außenbereiche konnte darauf verzichtet werden.

Gänzlich bei den Gästen angekommen scheint das jedoch noch nicht zu sein, schätzt Jörg Siersleben, Geschäftsführer vom Mainly Stendal. Ob damit mehr Besucher kommen, müsse sich erst noch herauskristallisieren. Viel Zeit zum Ausprobieren und Bewerten habe es noch nicht gegeben – schließlich hätten am Dienstag viele potenzielle Gäste noch Fußball geschaut. „Viele haben das, glaube ich gar nicht mitgekriegt“, stellt Siersleben fest. Das liege daran, dass die Änderung nicht so groß kommuniziert worden sei, aber auch am guten Wetter der um den Montag liegenden Tage. „Bei dem Wetter ist die Außenterrasse beliebter“, erklärt er. Ob die Neuregelung einen Besucherzuwachs auslösen werde, müsse sich zeigen. Es werde sich sicher einpendeln.

Martin Kölling, Geschäftsführer vom Hot-Spot, hat sich dafür entschieden, den Innenbereich zunächst geschlossen zu lassen, trotz der erneuten Lockerung. Das Problem sei die Maskenpflicht und mögliche Strafen für ein Nichteinhalten einfach zu groß. „Testpflicht hin oder her. Die Maskenpflicht bleibt ja und die ist praktisch unmöglich umzusetzen“, findet Kölling. Die Lockerung der Testpflicht habe sich deshalb nicht als wirkliche Erleichterung erwiesen.

„Alles gut bei uns“, sagt hingegen Martin Krollmann, Geschäftsführer des Atrium. Eine Wirkung habe die neue Rechtsverordnung bisher jedoch noch nicht zeigen können. Bei dem vorherrschenden guten Wetter hätten die Leute ohnehin im Außenbereich gesessen – getestet werden musste in diesen Fällen nicht. Die Kontaktdaten seien jedoch natürlich erhoben worden. Mit dem umschlagenden Wetter werde das Thema jedoch deutlich relevanter. „Ich glaube, die Leute freuen sich, dass keine Tests mehr benötigt werden“, schätzt Krollmann die Situation ein. Es seien extra Trennwände aufgestellt worden, um sicherzustellen, dass die benötigten Abstände auch eingehalten werden.

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