Hansestadt und Kaschade Stiftung bitten um Spenden

Altmärkisches Museum bekommt Bronzegruppe zur Aufstellung des Stendaler Rolands

Der Bildhauer steht vor dem Modell und zeigt auf den kleinen Roland.
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Bildhauer Wolfgang Friedrich stellte seine Modelle für „Roland 1525“ in dieser Woche im Musikforum Katharinenkirche in Stendal vor.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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 Neben der historischen Roland-Statue auf dem Marktplatz soll Stendal bald noch ein weiteres Abbild des Ritters bekommen. Nur wird die von der Hansestadt geplante Bronzegruppe vor dem Altmärkischen Museum keinen ganzen Roland beinhalten. 

Stendal - Stattdessen ist eine dynamische Abbildung der Errichtung der Marktplatzstatue um 1525 angedacht.

Unter dem Projekttitel „Roland 1525“ stellten am Donnerstag im Musikforum Katharinenkirche Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU), Christian Müller und Rainer Erdmann von der beteiligten Stendaler Kaschade Stiftung sowie der beauftragte Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich die Planungen der Figuren vor. Eine ganze Gruppe an Handwerkern soll mit der Statue abgebildet werden. Schmotz freute sich über die Entstehung „greifbarer Kunst“ in der Stadt, denn die Statue soll zwischen 80 und 120 Zentimeter hoch werden und auch von Weitem von Kindern gut erkennbar sein. Die genaue Größe und welches von zwei Modellen tatsächlich umgesetzt werden, steht allerdings noch nicht fest.

Die Beteiligten der Stadt und der Kaschade-Stiftung unterschrieben eine Vereinbarung.

Die Kaschade Stiftung übernimmt die Antragstellung und das Sammeln von Spenden. Insgesamt kosten die Bronzegüsse 69 550 Euro. 29 Prozent davon sollen durch Spenden erbracht werden, der Großteil wird durch Fördermittel finanziert. „Mit einem Spendenflyer wollen wir die Stendaler Bürger drangsalieren“, scherzt Stadtmusikdirektor Michael Henschel, der ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist. „Aber wir sprechen auch direkt Banken und Betriebe an. Jeder kann mit einer auch noch so kleinen Summe mitmachen.“ Wie er betont, werde es nach Aufstellung auch eine Spendentafel geben.

Anlass ist Stendals 1000. Geburtstag 2022, denn die Aufstellung des Rolands ist fast 500 Jahre her. Zum dafür geplanten Sachsen-Anhalt-Tag solle die Bronzegruppe allerdings nicht enthüllt werden, wie Henschel erklärt. „Wir wollen sie bis zum Frühjahr fertig haben.“ Sonst gebe es erst nach dem Fest eine Enthüllung.

Der zukünftige Standort der Bronzegruppe vor dem Altmärkischen Museum.

Wie die Schadewachten direkt vor dem Museum muss auch noch der zukünftige Standort auf der Wiese vorbereitet werden. „Ende September beginnt der ‘Mauerbau’“, scherzt Henschel. Die neue Steinmauer soll etwas höher als die alte werden. Natürlich müsse auch noch eine Befestigung für die Bronzegruppe entstehen. Abschließend unterzeichneten die Beteiligten eine Kooperations- sowie eine Projektvereinbarung.

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