Steinemann aus Wolmirstedt eröffnet am 1. Februar eine Filiale in der Stendaler Breite Straße

Möbelgeschäft schließt Lücke

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Am 1. Februar eröffnet das Möbelgeschäft Steinemann in der Stendaler Breite Straße.

Stendal. In der nördlichen Breite Straße in Stendal tut sich etwas: „Steinemann Polstermöbel – Die Möbelmanufaktur aus Sachsen-Anhalt“ mit Sitz in Wolmirstedt wird in die momentan noch leer stehenden Räume des ehemaligen Traditionsgeschäftes Puchert einziehen.

„Wir öffnen zum 1. Februar“, bestätigte gestern Verkaufsleiter Marcel Gorwik Informationen der Altmark-Zeitung.

Für den Einzelhandel der Hansestadt ist das eine gute Nachricht: Denn seit das in den 90er Jahren eröffnete Uppstall-Kaufhaus, die Firma Puchert und eine Parfümerie ihre Pforten schlossen, der Edeka-Einkaufsmarkt in Schadewachten eine neue Heimat fand, treibt nicht nur der Handel die Sorge um, dass der nördliche Bereich der Breite Straße verwaist. Mit dazu beigetragen hat auch der Umstand, dass das Einzelhandelsgeschäft „Sporteck“ sein bisheriges Domizil verlässt und in die ehemalige Filiale der Dresdner Bank (die AZ berichtete) umzieht. Hinzu kommen die zahlreichen Leerstände in diesem Areal, die bislang von weiteren Gewerbetreibenden nicht ausgefüllt werden konnten.

Der Möbelhändler aus Wolmirstedt, der seit 2007 unter dieser Bezeichnung firmiert, wird von Februar an auf einer Verkaufsfläche von rund 400 Quadratmetern sein komplettes Sortiment anbieten. „Sofas und Funktionsgarnituren klassisch und modern“, sagt Gorwik. Und zwar als Maßanfertigung, die in der eigenen Produktionsstätte entsteht. Deshalb „beliefern wir fast nur Privathaushalte“. Den Bürgern der ehemaligen DDR dürfte der Name Steinemann noch geläufig sein – wenn auch unter einer ähnlichen Bezeichnung.

Zwei Jahre war das Unternehmen nach eigenen Angaben auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie in Stendal und Umgebung. „Allerdings sind wir erst jetzt fündig geworden“, berichtet Gorwik auf Anfrage der AZ. Insgesamt sind bei Steinemann zurzeit 20 Mitarbeiter beschäftigt – einschließlich der Produktion in Wolmirstedt. Für den neuen Standort in Stendal werden noch Verkäufer gesucht.

Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) begrüßt die Ansiedlung des Möbelherstellers. „Das finde ich gut. Zudem ist es ein hoffnungsvolles Zeichen für die nördliche Breite Straße, die momentan etwas leergezogen wirkt.“ Und er hofft auf einen Nachahmungseffekt. Die Stadt will mögliche Investoren unterstützen – etwa bei den notwendigen Verwaltungsverfahren oder bei der Verbesserung von Strukturen. „Wir wollen schließlich eine Ansiedlung, die auch Spaß macht“, setzt Schmotz die Ziele. Wenig Chancen in Stendal hätten dagegen Spielcasinos oder Etablissements aus dem Rotlichtbereich.

Von Arno Zähringer

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