Breitband-Verband: Beitritt Stendals bleibt unsicher

„Stehen in Kontakt“

Stendal. Die Sicherung von Unternehmensstandorten sowie der Erhalt der regionalen Wettbewerbsfähigkeit stehen ganz oben auf der Aufgabenliste des Breitband-Zweckverbandes Altmark. Trotzdem ist Stendal als größte Stadt im Landkreis nach wie vor kein Mitglied.

Die Hansestadt bleibt ihrer Linie treu und prüft Anbieter zunächst in Eigenregie.

„Wir stehen schon mit einem Anbieter in Kontakt“, so Schmotz im AZ-Gespräch, „und wir wollen auch alle anderen Anbieter dementsprechend befragen.“ Flächendeckend solle über Glasfaser-Verbindungen eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit pro Sekunde hergestellt werden.

Das Thema Breitband ist in Stendal nichts Neues. „Es hat schon eine entsprechende Vorlage gegeben“, so Schmotz, „aber vom Stadtrat gab es Bedenken bezüglich der Haftungsregeln.“ Konkret heißt das: Mit 18 Ortsteilen erstreckt sich Stendal auf eine große Fläche. Werden nun Glasfaserkabel in weiter entfernte Ortsteile verlegt, könnte die Kernstadt finanziell „dafür eintreten müssen“, so Schmotz.

Ein Eintritt Stendals in den Zweckverband bedeute jedoch keine automatische Versorgung mit Breitband-Internet. Dennoch gebe es diesbezüglich Diskussionen zwischen Stadt und Verband. Wichtig ist die Glasfaser-Technologie laut Schmotz in erster Linie für Gewerbe, Handel und Banken. Auf einen Anbieter will sich der Stadtchef nicht festlegen: „Mir ist egal, wer es macht.“

Von Mike Höpfner

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