Städtische Bauvorhaben in Stendaler Listen bis 2025 gepackt / Ratsbeschluss im Oktober

Baufortschritt in Rolandstadt mit „Selbstbindung“

180 000 Euro kostet die Sanierung der Stendaler Rathausfassade.
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180 000 Euro kostet die Sanierung der Stendaler Rathausfassade.
  • Antje Mahrhold
    VonAntje Mahrhold
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Stendal – Als erstes Gremium in öffentlicher Sitzung befasst sich am Montag Jarchaus Ortschaftsrat mit zwei Mitte Juli verfassten Prioritätenlisten für Stendaler Tiefbau- (39 Einträge) und Hochbauvorhaben (34).

Die amtlichen Marschrouten hat die Stadtratsfraktion Freie Stadträte/Bürger für Stendal in Auftrag gegeben und zwischenzeitlich mehrfach deren Vorlage eingefordert. Die Doppelliste gilt bis 2025, wurde vom städtischen Bauamt erstellt und trägt die Unterschrift von Amtsleiter Georg-Wilhelm Westrum.

Am 11. Oktober soll der Stadtrat die millionenschwer aufgelisteten Bauvorhaben absegnen, welche Jarchaus Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Twartz mit seinem Rat bereits in wenigen Tagen in einem Gebäude diskutieren wird, das auf dem Hochbau-Register an 13. Stelle steht. Demnach sollen für rund eine halbe Million Euro die Sanierung inklusive Brandschutztechnik des Jarchauer Dorfgemeinschaftshauses im August 2022 vollendet sein.

Für rund 300 000 Euro soll der ehemalige Kaiser’s-Markt im Stadtteil Süd bis April 2022 abgerissen werden.

Ob der Termin eingehalten wird, hänge aber nicht zuletzt vom „finanziellen wie auch verwaltungsseitig Leistbaren“ ab, wie es zur Begründung im Beschlusstext heißt. Demnach handele es sich bei den zwei Listen um „eine Selbstbindung“. Für den Bereich Hochbau seien die Vorhaben gemäß „gebäudesubstanzbezogener und nutzungsspezifischer Handlungserfordernissen in zeitlicher Folge priorisierend gestaffelt“ aufgelistet. Platz eins im Hochbau belegt das Theater der Altmark (Gesamtkosten: 6,357 Millionen Euro) gefolgt von Grundschule „Haferbreiter Weg“ (7,3 Mio. Euro) und Rathausfassade (180 000 Euro). Weitere Punkte sind: Brandschutz Volkshochschule (Platz 5: 150 000 Euro); Grundschule/Tagesstätte Börgitz, energetische Sanierung (8., 650 000 Euro), Schulhofsanierung (11., 75 000 Euro) ; Goethe-Grundschule Klassenzimmer zweite Etage (9., 250 000 Euro), Sonnenschutz Bauamt Moltkestraße (14., 79 000 Euro); Deckenkonstruktionsstabilisierung Sporthalle Haferbreite (17., 72 8000 Euro); Bauernmarkt Sanierung oder Neubau (18., 600 000 bis 1,4 Millionen Euro); Sonnenschutz Stadtarchiv (19., 160 000 Euro); Rückbau Kaiser’s-Markt Süd (20., 300 000 Euro); Erneuerung Umkleide Stadion Hölzchen (21., 255 000 Euro);. Dacherneuerung Ballettsaal Musik- und Kunstschule (22., 85 000 Euro); Neugestaltung Außenanlage Mad-Club (32., 460 000 Euro); Sanierung Aufgang B Obdachlosenunterkunft (34., 250 000 Euro).

Bis Jahresende soll die Sanierung der Grundschule und Tagesstätte im Uchtspringer Ortsteil Börgitz einschließlich Pausenhoferneuerung abgeschlossen sein.

Im Bereich Tiefbau sollen in Altstadt, Bahnhofsvorstadt und Stadtsee wichtige Arbeiten möglichst „in den nächsten zehn Jahren zum Abschluss“ kommen. Bei der Realisierung spielten eine Reihe sogenannter Gemeinschaftsaufgaben mit der Bahn AG, wie der 2024/2025 geplante Neubau der Brücke Lüderitzer Straße und der zweigleisige Ausbau im „Ostkorridor Nord“ (AZ berichtete) eine Rolle. Neues Licht und neuer Belag für den Stadtseerundweg ist laut Liste für 2025/26 geplant.

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