„Weitere Hilfsmittel entbehrlich“ / Ortmann: Tempo  20 erlaubt

Stadt sieht für Bereich am Rathaus keine gesteigerte Unfallgefahr

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Die Straße „Markt“ verläuft direkt vor der Rathaustür. Besucher müssen aufpassen.

Stendal. Wer aus dem Rathaus tritt, sollte nicht vergessen, dass nur wenige Meter davor eine Straße verläuft. Umgekehrt gilt das natürlich genauso.

Durch die veränderte Verkehrsführung im Herzen der Rolandstadt scheint die Straße „Markt“ für Stendals Pistenplaner an Bedeutung gewonnen zu haben. Im neuen Netz der Einbahnstraßen könnte sie eine wichtigere Rolle als bislang spielen. Dass damit auch die Unfallgefahr steigt, kann Stadtsprecher Klaus Ortmann aber so nicht erkennen: „Verkehrsteilnehmer haben ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer ist nicht ersichtlich, Fahrbahn und Gehweg sind durch den Bord deutlich getrennt. “ Außerdem sei für das gesamte Areal zwingend Tempo 20 vorgeschrieben.

Die Strecke habe keinen geänderten Stellenwert. „Sie ist mindestens seit dem Jahr 2001 eine öffentlich gewidmete Straße, die als solche auch genutzt werden kann. Die jetzige Ausschilderung als Einbahnstraße erfolgte, da aus der Marienkirchstraße die Einfahrt nicht gestattet ist und es keine Wendemöglichkeit gibt.“ Und, unterstreicht Ortmann weiter: „Es ist keinesfalls beabsichtigt, den Verkehr vorrangig über die Straße ,Markt’ zu lenken oder das Parken auf dem Marktplatz zu unterstützen.“

Wer vom Kornmarkt, der in den vergangenen Monaten saniert wurde, auf die Straße „Markt“ fährt und seinen Pkw weiter der Einbahnstraßenregelung folgend auf die Marienkirchstraße lenken möchte, bekommt unweigerlich Sichtprobleme. Die Rolandfigur neben dem Rathaus hat nun einmal ihren festen Platz. Stadtsprecher Ortmann auf Nachfrage der AZ dazu: „Ein Verkehrsspiegel zur Verbesserung der Sicht im Einmündungsbereich am Roland ist nicht geplant. Die schon erwähnte Beschränkung auf 20 Kilometer in der Stunde Höchstgeschwindigkeit und die im Zonenbereich geltende Vorschrift ,rechts vor links’ machen weitere Hilfsmittel entbehrlich.“

Von Marco Hertzfeld

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