In vier Wochen ist Premiere: Tänzer des WCC feilen an Choreographie für die Monster-Show

Springen bis der Schweiß perlt

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Am Abend vor der Generalprobe haben die Tänzerinnen und Tänzer der Erwachsenen- und Junioren-Truppe des Wahrburger Carneval Clubs erstmals zusammen trainiert. Bis die Choreographie passen muss, bleiben noch vier Wochen.

Wahrburg/Stendal. „Noch vier Wochen bis zur Premiere“ – immer wieder ist diese Aussage im Tanzsaal im Haus der Vereine an der Bruchstraße zu hören.

Das linke Bein gestreckt zur Seite, hüpfen, das rechte angewinkelt, hüpfen, und was machen eigentlich nochmal die Arme?! Was auf der Bühne bei den Tänzerinnen und dem Tänzer des Wahrburger Carneval Club (WCC) ganz leicht aussieht, bereitet ihnen am Abend vor der Generalprobe noch Kopfzerbrechen.

Arme und Beine koordinieren: Was auf der Bühne einfach aussieht, wird wochenlang vorbereitet.

„Ich habe mich dann erstmal auf die Beine konzentriert – aber bis zur Show krieg ich das hin“, sagt Yvonne Riesmann. Prioritäten setzen ist angesagt, denn die Show soll am Ende Spaß machen und gut aussehen. Seit 30 Jahren übt sich Riesmann im karnevalistischen Tanz und trotzdem wird auch bei den Profis deutlich: Garde- und Showtanz heißt nicht einfach nur die Beine in die Luft strecken und gleichzeitig mit den Armen rudern. Konzentration, Ausdauer und ein Gefühl für das Zusammenspiel von Armen und Beinen gehören zu den Begleitern im Leben der Hobby-Tänzer. „Am Ende soll es reibungslos ablaufen“, sagt Riesmann, die zur Erwachsenen-Tanztruppe des Vereins gehört.

Die Nachwuchstänzerinnen des WCC übern für ihre Show auf dem Kinderkarneval. Die jüngsten Mitglieder sind fünf Jahre, die ältesten elf Jahre alt.

Zusammen mit den Junioren werden die Tänzerinnen am Samstagabend, 18. Februar, im Festsaal des Hotel „Schwarzer Adler“ eine Choreographie tanzen. Möglichst synchron sollen dann alle Tänzer in die Luft springen, ihre Beine hinter den Kopf strecken und in dieselbe Richtung marschieren. Drei bis fünf Minuten dauert eine Tanznummer, Schweißtropfen perlen über die Gesichter der Mädels und des Jungen. Nur ein männlicher Tänzer gehört zu dem insgesamt 15 Frau starken Ensemble. „Bevor der Ablauf der ganzen Choreographie trainiert wird, üben wir einzelne Passagen“, erklärt Lelaine Kampf, die Mitglied der Junioren-Truppe ist. Zwischen fünf und neun Jahren sammeln die Junioren ihre Tanzerfahrung schon im Verein. Einige von ihnen sind sogar mehrfache Meister in der Disziplin „Karnevalistischer Tanz“. Dazu gehören Robert Gordon Kruft und Tanzpartnerin Angelina Schäfer. Sie sind amtierende Landesmeister im Paartanz.

Roberts Schwester Christina kümmert sich um den Tanz-Nachwuchs. Die jüngsten Mitglieder ihrer Kindertanzgruppe sind fünf Jahre alt. „Manche wissen noch nicht so richtig, wo am Ende ihr Platz in der Formation ist“, sagt Christina und lacht. Denn einige der Kinder verlaufen sich immer wieder im Tanzsaal und suchen ihren Platz in den Reihen ihrer Mittänzerinnen. „Aber ich bin sehr stolz darauf, was wir in den vier Wochen geschafft haben.“

Die Choreographie, die die Kindergruppe am Sonntagnachmittag, 19. Februar, auf der Bühne im Hotel „Schwarzer Adler“ tanzen wird, hat Christina Kruft vor neun Jahren schon mal mit den aktuellen Junioren einstudiert. Als kleine Drachen werden die Nachwuchs-Tänzerinnen über die Bühne hüpfen. Die „Großen“ studieren inzwischen eine Monster-Show ein. Im buchstäblichen Sinn, denn die Prunksitzungen am 18. und 25. Februar haben das Motto „Monster, Mumien und Mutationen“. Die Sitzungen starten jeweils um 19.29 Uhr, der Kinderkarneval am 19. Februar beginnt 15.15 Uhr. Tickets gibt es im Musikhaus Liebisch, Breite Straße 25, montags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, sonnabends 10 bis 12 Uhr. Oder beim WCC im Haus der Verein dienstags 18 bis 21 Uhr sowie unter Tel. (03931) 689 5489.

Von Gabriela Grau

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