Grundschule hofft auf größere Fläche

Sportplatzbau in Börgitz geht die Puste aus: Stadt muss nachrechnen

Laufbahn und Weitsprunganlage sind bereits erneuert. Links daneben soll der weitere Sportplatz entstehen. Die Schule vertraut darauf, dass das Projekt gelingt.
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Laufbahn und Weitsprunganlage sind bereits erneuert. Links daneben soll der weitere Sportplatz entstehen. Die Schule vertraut darauf, dass das Projekt gelingt.

Börgitz – Schüler und Lehrer in Börgitz fiebern einem neuen Sportplatz entgegen. Doch dem Projekt könnte kurz vor dem Ziel die Puste ausgehen.

„Wir haben schon die Sorge, dass es irgendwo entscheidend haken könnte“, drückt sich Uchtspringes Ortsbürgermeister Jürgen Schlafke (SPD) vorsichtig aus.

Im Sportbereich sei ja schon einiges passiert, doch ohne das moderne Kleinfeld fehle einfach ein wichtiger Teil. Zudem stehe das Vorhaben mit einer sechsstelligen Summe im Haushaltsplan der Einheitsgemeinde Stendal, erinnert der Kommunalpolitiker gegenüber der AZ.

Die Sorge des Ortsbürgermeisters scheint nicht unbegründet. 130 000 Euro sind für das Schulprojekt im Budget eingestellt. „Nach aktualisierter Kostenschätzung sind aber 170 000 Euro veranschlagt, weshalb die Verwaltung nach Möglichkeiten der Kosteneinsparung sucht“, informiert Stendals Rathaussprecher Philipp Krüger auf Nachfrage der AZ. Die Planungskosten für das Vorhaben im Uchtspringer Ortsteil sind in dieser neuen Zahl noch nicht enthalten und kommen noch obendrauf. Wichtig für alle: Dass das Projekt ganz stirbt, davon scheint derzeit keine Rede.

Die Weitsprunganlage und die Laufbahn sind 2018/19 erneuert worden. Kostenpunkt: rund 60 000 Euro. Das Kleinfeld ist vor allem für die Leichtathletik gedacht, aber auch für den Ballsport. Es sei nach Normmaßen ausgelegt. Was das konkret bedeutet, lässt der Stadtsprecher in dem Moment offen. Die Bildungsstätte sei jedenfalls ob der stabilen Schülerzahlen sicher und nicht von einer Schließung bedroht. Aktuell besuchen 111 Mädchen und Jungen die Grundschule in Börgitz. Gleich nebenan befindet sich eine kommunale Kindertagesstätte.

Die Einheitsgemeinde will auch deshalb nach wie vor weiter in den Standort investieren, allgemein ist dieser in einem guten Zustand. Schule und Tagesstätte bilden einen Gebäudekomplex. Das Zauberwort heißt auch in Börgitz: energetische Sanierung. Die Stadtverwaltung rechnet mit Ausgaben in Höhe von etwa 176 000 Euro für den Schulteil und 100000 Euro im Kita-Bereich. Unterm Strich sind das an die 276 000 Euro. Die Handwerker werden nicht heute und auch nicht morgen anrücken. Einen genauen Termin nennt Krüger nicht. „Die Umsetzung soll in naher Zukunft erfolgen.“

Schulleiter Olaf Götzky rechnet fest mit dem Sportplatz, geht von einer „ordentlichen Größe“ des Kleinfeldes aus, ungefähr 20 mal 40 Meter, und hofft, dass die Bauarbeiten am Kunstoffbelag-Areal möglichst bald beginnen. Die Bedingungen gerade für die Laufdisziplinen seien momentan eben einfach nicht optimal, sagt er der AZ.

VON MARCO HERTZFELD  

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