Bundesverkehrsminister verspricht Infrastruktur-Upgrade für die Region

Spatenstich für Altmark-Autobahn A 14

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Zum Baustart für den A14-Abschnitt Tangerhütte-Lüderitz war Politprominenz aus Berlin und Magdeburg angereist. Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm (l.) und Ortsbürgermeisterin Edith Braun durften auch zum Spaten greifen.

Lüderitz. Die Fläche ist geebnet, die Spaten liegen bereit: Ministerpräsident Reiner Haseloff, Landesverkehrsminister Thomas Webel (beide CDU), Landes- und Kommunalpolitiker sowie Gäste haben sich versammelt. Nur einer fehlt.

Andreas Scheuer (CSU) kam gestern zum Spatenstich für den A14-Abschnitt 1.4, Tangerhütte-Lüderitz, mit 20 Minuten Verspätung. Der Bundesverkehrsminister war im Verkehrsgetümmel stecken geblieben. „Das zeigt mir, wie wichtig diese Autobahn ist“, entschuldigte er sich bei den Wartenden.

Die Bundesregierung stehe voll hinter dem Projekt. Der Lückenschluss bringe ein gewaltiges Infrastruktur-Upgrade für die Region. Zusammen mit der A39 in Niedersachsen werde der größte autobahnfreie Raum Deutschlands erschlossen. Gegenüber der Altmark-Zeitung hob Scheuer auch die Bedeutung der Querverbindung beider Strecken über eine neue B 190 hervor. Dieses Projekt sei nicht vom Tisch, sondern werde in Angriff genommen, sobald der Autobahnbau entsprechend fortgeschritten ist.

„Die A14 hat jetzt die Altmark erreicht“, sagte Landesverkehrsminister Webel. Das sei der eindeutige Beleg, dass das Projekt nicht mehr aufzuhalten ist. Die Altmark-Autobahn nehme nun konkrete Gestalt an. Von zirka 95 Kilometern in Sachsen-Anhalt führen knapp 70 durch den Landkreis Stendal. Der jetzt gestartete Bauabschnitt umfasst 15 Kilometer. Er wird 125 Millionen Euro kosten und soll 2022 fertig sein.

Für das Stück von Stendal bis Osterburg liegt ebenfalls Baurecht vor. Die Arbeiten können jedoch erst beginnen, wenn auch der Abschnitt zwischen Lüderitz und Stendal fertig geplant ist.

Im kommenden Jahr könnte dann der nächste Spatenstich gefeiert werden. Die Planungen für die anderen Abschnitte in Sachsen-Anhalt stehen ebenfalls vor dem Abschluss.

Von Christian Wohlt

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