Stendals Landrat verweist auf die Banker

Sparkassen Stendal und Burg bleiben allein: Geplatzte Fusion kostet kaum Worte

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Die Stendaler Kreissparkasse muss weiterhin allein planen, sieht sich aber auch so in der Erfolgsspur.

Stendal  /  Burg – Nach der geplatzten Fusion der Kreissparkassen Stendal und Jerichower Land sieht Landrat Patrick Puhlmann (SPD) auf Nachfrage der AZ keinen weiteren Erklärungsbedarf von seiner Seite.

In einem Presseschreiben hatten Jörg Achereiner, Vorsitzender des Stendaler Sparkassenvorstandes, und Vorstandsmitglied Paul Rodermann zuvor über das Aus informiert.

Der wesentliche Punkt: Der Verwaltungsrat der Sparkasse Jerichower Land habe am 27.  April entschieden, die Fusionsgespräche mit den Altmärkern zu beenden. Landrat Puhlmann ist Verwaltungsratsvorsitzender des Stendaler Geldinstituts.

Im Herbst hatten die Fusionsgespräche begonnen, auf Betreiben der Burger hin. Mitte April hatte Puhlmann das Thema ob der Coronakrise als eher zweitrangig eingeschätzt. Von einem nahen Ende war allerdings noch nicht die Rede, wenngleich der Stendaler Landrat schon damals mit einem weiteren Zeitplan vorsichtig schien. Von seinem Amtskollegen in Burg, Dr. Steffen Burchhardt (SPD), kamen ähnliche Signale und die Versicherung: „Dieser Prozess wird sicher fortgesetzt, sobald die Lage sich normalisiert hat.“

Die Sparkassen-Chefs in Stendal sehen ihre Welt derweil so oder so nicht zusammenbrechen. „Die Kreissparkasse ist auch ohne Fusion für die Zukunft gut aufgestellt.“ Auch in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten solle der „Erfolgskurs unseres Hauses“ beibehalten werden. Und weiter: „Die Kreissparkasse Stendal bedauert die Entscheidung zur Beendigung der Gespräche, da sich aus einer eventuellen Fusion nicht nur Synergieeffekte, sondern auch positive Auswirkungen auf die Kunden und beide Landkreise ergeben hätten.“

VON MARCO HERTZFELD

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