Spannendster Ort der Altmark

Das Motto der neuen Spielzeit setzten manche Mitglieder des Ensembles in Gestik um. Es lautet: „Land in Sicht“. Neuzugang André Vetters stand dafür im Mittelpunkt.

Stendal - Von Thomas Pusch. Gestern wurde die neue Spielzeit des Theaters der Altmark eröffnet. Sie steht unter dem Motto „Land in Sicht“ und wird dem Publikum unter anderem 19 Neuproduktionen präsentieren. Zudem kündigte Intendant Dirk Löschner eine Kooperation mit dem Theater in Brandenburg / Havel für die kommende Spielzeit an.

Leicht lädiert ist der Intendant des Theaters der Altmark Dirk Löschner aus dem Urlaub gekommen. Daher musste er bei der offiziellen Eröffnung der neuen Spielzeit gestern auf die Bühne humpeln. Von seinem Esprit hat ihm die Verletzung allerdings nichts genommen. „Wir wollen der lebendigste, aufregendste und inhaltlich-ästhetisch spannendste Ort der Altmark werden“, kündigte er an. Dazu beitragen werden unter anderem 19 Neuproduktionen und zehn Wiederaufnahmen. Löschner blickte auch noch eine Spielzeit weiter. „Wir stehen vor einem Kooperationsvertrag mit dem Theater in Brandenburg / Havel“, sagte er. Die Brandenburger Sinfoniker sollen in der Spielzeit 2011 / 2012 die Sinfoniekonzertreihe übernehmen, das TdA bestreitet im Gegenzug mehrere Vorstellungen im Nachbar-Bundesland.

Auch der Blick zurück stimmte Löschner zufrieden. Die „Tatmenschen“-Spielzeit mache ihn mit 21 Premieren stolz. Das Theater habe viele neue Freunde gewonnen, die Abstecherorte seien angesichts der neuen Intendanz noch zurückhaltend gewesen, hätten jetzt aber bereits kräftig gebucht.

Zufrieden werden den Intendanten sicherlich auch die Worte von Oberbürgermeister Klaus Schmotz gemacht haben. Es sei mittlerweile gute Tradition die Spielzeit gemeinsam zu eröffnen. Wenn er sich den Spielplan ansehe, sehe er ein vielschichtiges, anspruchsvolles und ambitioniertes Programm.

Natürlich seien die Diskussionen um wirtschaftliche Fragen zur Theaterlandschaft in Sachsen-Anhalt noch nicht abgeschlossen. Auch in Stendal habe es ja im vergangenen Jahr die Diskussion gegeben, es sei aber auch ein Lösungsweg gefunden worden. Dieses kulturelle Kleinod müsse erhalten werden. Es sei wichtig kulturelle und letztlich auch Bildungsleuchttürme zu bewahren.

Daran mitwirken wird Schauspieler André Vetters, der gestern als Neuzugang im Ensemble begrüßt wurde. „Das ist mein erstes Festengagement seit zehn Jahren“, sagte Vetters, der zuletzt in Lüneburg auf der Bühne stand.

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