Parteien stellen Kandidaten für die Landtagswahl 2016 auf

Siebzehn wollen ins Plenum

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Die entscheidene Frage in Bezug auf den Plenarsaal des Landtages in Magdeburg: Wer wird hier im kommenden Jahr Platz nehmen?

Magdeburg / Altmark. Wie viele Altmärker werden im März in den neuen Landtag einziehen? Eine Chance zum Sprung ins Parlament bieten die Landeslisten der Parteien.

Am Wochenende stellte die SPD die ihrige auf. Die Sozialdemokraten konnten bei der vergangenen Wahl kein Direktmandat in der Region erobern und auch diesmal wird wohl die Landesliste die einzige Möglichkeit für ein Landtagsticket sein. Das hat Jürgen Barth (Wahlkreis Gardelegen-Klötze) mit seinem achten Listenplatz so gut wie sicher. Die SPD ist derzeit mit 26 Abgeordneten im Parlament vertreten. Nach aktuellen Umfragen würden es künftig weniger sein. Mit ihren Plätzen 17 beziehungsweise 21 dürfen sich auch Franziska Kersten (Tangermünde / Tangerhütte) und Ralf Bergmann (Osterburg-Havelberg) Hoffnung auf ein Mandat machen. Für die Stendalerin Juliane Kleemann (Platz 27) und die Salzwedlerin Jana Schweizer (34) stehen die Chancen nicht besonders gut.

Bei den Linken kann der Salzwedeler Andreas Höppner wohl schon die Koffer für Magdeburg packen. Er steht auf dem sicheren achten Platz der Landesliste. Seine Partei holte bei der Wahl 2011 insgesamt 28 Sitze, darunter das Salzwedeler Direktmandat. Für den Stendaler Mario Blasche (Platz 20) und Harry Czeke (Platz 26), der im Wahlkreis Genthin / Tangermünde / Tangerhütte antritt, sind die Chancen ebenfalls recht gut. Eher gering sind die Aussichten für Jenny Schulz, die auf dem 31. Listenplatz steht und im Wahlkreis Osterburg-Havelberg antritt. Kay Grahmann (Gardelegen-Klötze) rangiert mit dem 50. und damit letzten Listenplatz wohl unter „ferner liefen“.

Die Christdemokraten (derzeit 42 Abgeordnete) müssen sich kaum Gedanken um ihre Listenplatzierung machen. Traditionell gehen fast alle Direktmandate an die CDU. Der „Ausrutscher“ 2011 in Salzwedel, war der Bundeskanzlerin zu „verdanken“, die sich kurz zuvor abfällig über die Hansestadt geäußert hatte. Das kostete der CDU wohl den Wahlkreis. Diesmal will diesen Carsten Borchert (Listenplatz 27) zurückgewinnen. Für Gardelegen-Klötze möchte es Uwe Harms (Platz 9) noch einmal wissen. Ebenso sind in Stendal Hardy Güssau (15) und in Tangermünde / Tangerhütte Detlef Radke (33) – alte Landtagshasen. Als „Frischling“ tritt Chris Schulenburg (21) in Osterburg-Havelberg an.

Sollten Bündnis 90 / Die Grünen den Landtagseinzug erneut schaffen, ist für Dorothea Frederking mit ihrem fünften Listenplatz das Weitermachen gesichert. Mit wie bisher 22 Sitzen wäre dann auch der Salzwedeler Christian Franke (10) locker drin. Er tritt in seinem Heimatwahlkreis Salzwedel auch als Direktkandidat an.

Selbst wenn die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde knacken würden, wird es keinen Vertreter aus dem Norden des Landes im Magdeburger Parlament geben. Auf den vorderen Listenplätzen ist kein Altmärker zu finden.

Über das Abschneiden der AfD kann ebenso nur spekuliert werden, wie über deren Listenkandidaten. Die Rechtsaußen-Partei sperrt die Öffentlichkeit von diesen Informationen aus. Ihre Internetseite ist passwortgeschützt.

Von Christian Wohlt

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