Online-Probelehrbetrieb wird ab Montag angeboten

Semester an Stendaler Hochschule startet trotz Corona

Zum Semesterstart wirkt der Campus der Hochschule Stendal wie ausgestorben. Ob ab dem 20. April wieder vor Ort gelehrt werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise ab.
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Zum Semesterstart wirkt der Campus der Hochschule Stendal wie ausgestorben. Ob ab dem 20. April wieder vor Ort gelehrt werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Krise ab.

Stendal – Das Sommersemester hat, trotz der Corona-Pandemie, an der Hochschule Stendal gestern begonnen. Da noch nicht absehbar ist, ob die Vorlesungen, wie bisher geplant, zum 20. April starten können, startet die Hochschule am Montag, 6. April, einen Online-Probelehrbetrieb.

Auch wenn die Teilnahme an diesem freiwillig ist, hofft die Hochschule doch auf große Beteiligung und entsprechendes Feedback.

Im Fokus des Online-Probelehrbetriebs steht unter anderem der systematische Aufbau eines tragfähigen Online-Angebots. Dabei sollen Studierende und Lehrende neben dem bereits bestehenden Moodle-Tool auch andere Möglichkeiten testen und so die für sie passende herausfinden.

„Diese besondere Zeit ist eine schwere Zeit“, sagt auch Hochschulrektorin Dr. Anne Lequy in einer Videobotschaft zum Start des Semesters. An der Hochschule stehe der Mensch im Fokus. Zu echtem Zusammenhalt gehöre es nicht nur, die leichten Momente miteinander zu teilen, sondern auch in schweren Zeiten zusammenzustehen. Deshalb wollte die Hochschule „digital und doch persönlich“ für ihre Studierenden da sein.

Die Professoren und Dozenten arbeiteten intensiv daran, Onlinekurse anbieten zu können. Es werden jedoch nicht alle verfügbar sein, wie Lequy auch klarstellt. So sei es beispielsweise möglich, dass einige der Kurse aus dem Wintersemester vorgezogen werden und andere aus dem Sommersemester, wie solche wie Praktika und Präsenzangebote, dann auf das kommende Wintersemester verschoben werden. Denkbar sei es auch, praxisbezogene Projekte bei denen nicht nur Lehrinhalte vermittelt werden, sondern auch ein Beitrag zur Überwindung der Krise im Land geleistet werden kann.

Für den Fall, dass sich die Hoffnung nicht bewahrheite, dass der reguläre Studienbetrieb am 20. April beginnen kann, werde die Zeit bis dahin genutzt, um optimale Online-Angebote zu erarbeiten. So werden dann für alle Studiengänge spezifische Stundenpläne organisiert werden. Falls ein Modul tatsächlich nicht angeboten werden kann, solle den Betroffenen kein Nachteil entstehen. Deshalb sollen Optionen geschaffen werden. „Wir nutzen alle Spielräume, die uns die Studien- und Prüfungsordnungen ermöglichen.“

Neben den vielen Nachteilen gebe es jedoch auch Chance zu ergreifen. Zum einen könne so gezeigt werden, dass einige Teile des Lehrbetriebs auch digital funktionieren können. Studierende könnten in der Zeit der Krise lernen, mobil und agil zu arbeiten.

Ein sogenanntes Nullsemester werde von den Wissenschaftsorgansiationen abgelehnt. „Wir sorgen dafür, dass Sie die nötigen Kompetenzen erwerben, aber eben anders“, heißt es weiter in der Videobotschaft.

VON STEFAN HARTMANN

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