„Seit Jahr und Tag ein Sorgenkind“

Spielplatz am Hartungswall immer wieder Ziel von Vandalismus

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Bis zum Oktober dieses Jahres soll die Brücke auf dem Spielplatz am Hartungswall wieder instandgesetzt werden. Doch aufgrund regelmäßiger Sachbeschädigungen hat sich der Spielplatz zu einem „Sorgenkind“ der Stadt entwickelt.

Stendal. Weitab von fahrenden Autos liegt mitten im Grünen der Spielplatz am Hartungswall. Doch die scheinbare Idylle ist trügerisch, denn nur zu oft wird dieser Rückzugsort für die jüngsten Altmärker Ziel von Vandalismus und Sachbeschädigung.

Auch momentan ist ein beträchtlicher Teil des Spielplatzes eingezäunt, denn eine aus mehreren Einzelteilen bestehende Brücke ist beschädigt.

„Das Material ist bestellt“, sagte Silke Pidun, Leiterin des Amtes für technische Dienste, jüngst im Stadtentwicklungsausschuss, „die Brücke wird voraussichtlich im Oktober fertig sein.“ Vorausgegangen war der Information eine Anfrage von Stadträtin Birgit Köpke (Linkspartei), die sich nach dem aktuellen Stand der Brückenreparatur auf dem Spielplatzes nahe des Westwalls erkundigte. Dass es auf dem von Obstbäumen umringten Freizeitareal immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen kommt, ist in der Stadtverwaltung nichts Neues.

„Seit Jahr und Tag ist das ein Sorgenkind für die Stadt“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann, „da kommen eben nicht nur Kinder zum Spielen hin, sondern da wird auch Vandalismus betrieben.“ Das führt natürlich dazu, dass die Stadt in regelmäßigen Abständen entsprechende Instandsetzungsmaßnahmen umsetzen muss. „Wir sind immer wieder dabei, etwas zu reparieren“, so Ortmann.

Den Grund für die häufigen Beschädigungen sieht der Stadtsprecher in der Lage der Grünfläche. Was den Spielplatz für Kinder attraktiv macht, also die abgeschiedene Lage vom Verkehrsgeschehen, könnte laut Ortmann auch Menschen anziehen, die die Spielgeräte beschädigen wollen und sich zwischen Bäumen und Büschen unbeobachtet fühlen. „Man kann durchaus sagen, dass die Lage für die Beschädigungen mitverantwortlich ist. An anderen Spielplätzen kann man leichter beobachtet werden“, sagt der Stadtsprecher auf AZ-Anfrage.

Die Stadt hat bereits seit längerer Zeit Maßnahmen ergriffen, um die Lage vor Ort in den Griff zu bekommen. „Das Ordnungsamt bestreift diesen Spielplatz mehrmals pro Tag“, hofft Ortmann auf eine Verringerung des Vandalismus. Obwohl es sich um eine „kostenintensive Anlage“ handelt, wolle die Stadt an dem Standort festhalten. „Der Spielplatz wird gut genutzt von den Kindern“, nennt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung einen positiven Aspekt, „daher würden wir ihn doch sehr gerne dort belassen.“

Von Mike Höpfner

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