Immer mehr Sozialbestattungen im Landkreis / Wirtschaftslage spielt Rolle

Der Tod hat seinen Preis: Nicht jeder kann ihn zahlen

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Ein Sarg für 350 Euro aus Nadelholz, gedacht für eine Sozialbestattung mit finanzieller Unterstützung der Kommune, steht im Schauraum eines Bestattungsinstituts in Ostdeutschland.

Stendal. Nichts ist umsonst, selbst der Tod nicht. Wer es nicht so dicke hat, für den scheint es schier unmöglich, seinen Angehörigen anständig unter die Erde zu bringen. Eine Beerdigung kostet schnell einmal mehrere 1000 Euro.

Die Bestattungskosten sind in jüngster Zeit spürbar gestiegen. Der Landkreis springt ein, wenn die Familie nicht zahlen kann. Vize-Landrat Sebastian Stoll (CDU) rechnet für die nächsten Jahre mit deutlich höheren Ausgaben. „Das hat sicherlich ein Stück weit auch etwas mit der demografischen Entwicklung und der wirtschaftlichen Lage bei uns zu tun. “ Wer auch schon so finanziell auf den Staat angewiesen ist, für den sei das Sozialamt auch bei einem Trauerfall die letzte Rettung.

Wer einen Antrag auf Unterstützung stellt, muss sich regelrecht nackt machen. Kontoauszüge, Einkommensnachweise und anderes mehr sind vorzulegen. Ob Vater Staat zumindest einen Teil der Kosten übernimmt oder nicht, wird penibel geprüft. Eine Garantie gibt es nicht. Wer nicht im ausreichenden Maße mitwirkt, dem zeigt die Behörde sowieso die kalte Schulter. Bei einer „nicht unerheblichen Anzahl von Fällen“ fehlen Unterlagen oder werden zu spät eingereicht. In jüngster Vergangenheit sind jährlich fast durchgängig zwischen 30 und 40 Anträge gestellt worden. [...]

Von Marco Hertzfeld

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