Ausreißer in Stadtsee: Wahlbezirke „Pestalozzischule“ und „Juri Gagarin“ voten für die AfD

Schwarz liegt bei Stendalern vorn

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20 459 Stendaler sind zur Wahl gegangen, wie in der Katharinenkirche. 32 457 Wahlberechtigte hätten es sein können.

Stendal. „Meine Schwerpunkte sind bekannt: Mehr Landärzte in die Altmark holen. Zu meinem Zielen äußere ich mich noch nicht“, sagt CDU-Kandidat Eckhard Gnodke etwas angespannt und leicht genervt am Wahlsonntag, während er auf die vorläufigen Wahlergebnisse wartet.

Der Altmärker kann sich freuen: Er hat für seine Partei das Direktmandat geholt.

Das Wahlergebnis in der größten Stadt der Altmark gestaltet sich wie folgt: In den Ortsteilen Borstel, Wahrburg, Staffelde, Jarchau, Uchtspringe, Börgitz, Vinzelberg, Döbbelin/Tornau, Heeren, Uenglingen, Volgfelde, Nahrstedt, Möringen/Klein Möringen, Insel, Buchholz, Dahlen, Gohre, Groß Schwechten und Wittenmoor hat sich die CDU in der Erst- und Zweitstimme den höchsten Stimmenanteil geholt. Ausnahmen sind die beiden Ortsteile Bindfelde und Staats. In Bindfelde gaben 28,1 Prozent der Wähler ihre Erststimme den Linken und 30,2 Prozent ihre Zweitstimme der CDU. Im Ortsteil Staats hingegen gaben 26,3 Prozent der Bürger ihre Erststimme der SPD und 29,6 Prozent ihre Zweitstimme der CDU. Ebenso erreichte die AfD in Staats mit 20,2 Prozent der Erststimmen einen hohen Wähleranteil. In der Zweitstimme mit 19,4 Prozent teilten sich AfD und SPD den gleichen Rang.

Ebenfalls sehr viel Zuspruch erfuhr die AfD in Insel, Volgfelde, Nahrstedt, Buchholz, Dahlen und Gohre. In all diesen Orten sicherte sie sich den zweiten Platz.

Mit 27,7 Prozent der Erststimmen und 26,2 Prozent der Zweitstimmen kam die AfD im Wahlbezirk „Pestalozzischule“ in Stadtsee auf Platz Eins. Auch im Nachbarbezirk „Grundschule Juri Gagarin“ kam die AfD mit 29,2 Prozent der Erststimmen und 29 Prozent der Zweitstimmen auf den ersten Platz. In den Wahllokalen „Winckelmann-Gymnasium“, „Feuerwache“, „Stadtbibliothek“, „Katharinenkirche“, „Diesterweg-Sekundarschule“, „Grundschule Nord“, „Grundschule Goethestraße“, „Landkreis Stendal“ und „JFZ-Mitte“ gaben die meisten Wähler ihre Erst- und Zweitstimme an die CDU. Lediglich im Wahlbezirk „Am Stadtsee“ kam die Linke mit 24,1 Prozent (Erststimme) auf Platz Eins. Die Mehrheit der Wähler (25,2 Prozent) aus diesem Wahlbezirk gaben ihre Zweitstimme der CDU.

Im Wahllokal „Berufsbildungswerk“ gaben 22,4 Prozent der Wähler ihre Erststimme an die CDU. Und 23,9 Prozent ihre Zweitstimme an die AfD. Im Lokal „Landkreis Stendal“ am Arnimer Damm reichte es für die FDP und die Grünen lediglich auf Platz Fünf und Sechs. Die SPD stand mit einigen wenigen Ausnahmen im Mittelfeld.

Die meisten Briefwähler in der Hansestadt Stendal gaben ihre Erst- und ihre Zweitstimme den Christdemokraten. Der Stimmanteil lag dabei jeweils bei etwa 30 Prozent.

Von Marilena Berlan

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