Busse im Landkreis werden vor Schulbeginn überprüft

Schutz für Fahrer und Gäste im Kreis Stendal

Polizeihauptkommissarin Tanja Köhnke und Stendalbus-Betriebsleiter Klaus-Dieter Schröter präsentieren die neuen Kunststoffbarrieren, die in allen Bussen eingebaut wurden. Fotos: Hartmann
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Polizeihauptkommissarin Tanja Köhnke und Stendalbus-Betriebsleiter Klaus-Dieter Schröter präsentieren die neuen Kunststoffbarrieren, die in allen Bussen eingebaut wurden.

Stendal – Jedes Jahr kurz vor Schulbeginn werden die Busse im Landkreis kontrolliert, um sicher zu gehen, dass sie auf die anstehende Schülerbeförderung bestmöglich vorbereitet sind. Diese Überprüfung ist freiwillig, wie Polizeihauptkommissarin Tanja Köhnke erklärt.

Dabei werde nicht nur die allgemeine Verkehrssicherheit der Busse kontrolliert, wie Beleuchtung, das Vorhandensein von Verbandskästen und Warndreieck oder der Zustand der Reifen. Auch das Innere werde beleuchtet. Beispielsweise, ob die Sitze in gutem Zustand sind, dass sich niemand an ihnen verletzt oder, ob die Notausstiege gekennzeichnet sind und, ob sich die Türen, wenn jemand eingeklemmt wird, selbstständig wieder öffnen, ohne blaue Flecken zu verursachen.

Voller Körpereinsatz: Polizeihauptmeister Ralf Schwuchow testet, ob sich Bustüren automatisch wieder öffnen, wenn sich Fahrgäste zwischen ihnen eingeklemmt haben könnten.

Langfristig werde sich das Aussehen der Busse, die im Landkreis unterwegs sind, ändern, berichtet Klaus-Dieter Schröter, Betriebsleiter bei Stendalbus. Bei allen Fahrzeugen seien mittlerweile selbstgebaute und schwenkbare Kunststoffplanen eingebaut, die eine Barriere zwischen Fahrer und Zusteigenden bildet. Ursprünglich waren diese einfach fest an der Fahrerkabine verankert. Nach mehreren Rückmeldungen, dass diese bei der Fahrt wegen ihrer Spiegelungen stören, wurden sie kurzerhand umklappbar gestaltet. Ein Magnet sichert sie während der Fahrt, damit sie beim Bremsen nicht nach vorne schlagen. Falls eine Folie mal kaputt gehen sollte, sei genug Ersatz da, um sie kurzerhand reparieren zu können. Außerdem würden sie täglich gereinigt, um die Hygiene sicherzustellen. Für zukünftige Neuanschaffungen von Bussen sollen jedoch vorinstallierte Barrieren Standard werden. „Ob mit klappbarer Folie oder als Kapsel steht aber noch nicht fest“, sagt Schröter. Dies soll auch nach der Corona-Krise beibehalten werden.

Momentan gilt auch für alle Fahrten und Zugestiegene über sechs Jahren Maskenpflicht. Wer seinen Mund-Nasen-Schutz nicht ordnungsgemäß trägt, werde ermahnt. Bei Nichtbefolgen der Anweisung bleibe der Bus stehen und die Polizei werde hinzugezogen, stellt Schröter klar. „Die Busfahrer sind die, die am wenigsten für diese Vorschrift können“, kritisiert der Betriebsleiter Angriffe gegen diese. Ein großes Problem mit Maskenverweigerern gebe es zwar nicht, jedoch immer wieder einige, berichtet Schröter.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise seien die derzeitigen Schulanfänger und angehenden Fünftklässler schlechter auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet, als die in vorherigen Jahrgängen, gibt Köhnke zu bedenken. Viele Präventionsveranstaltungen, wie die Fahrradprüfung der vierten Klassen, mussten ausfallen. Deshalb sollten Eltern vor Schulbeginn besonders darauf achten, dass sich ihre Kinder möglichst sicher im Straßenverkehr bewegen können. Sobald es möglich ist, sollen jedoch wieder Präventionsveranstaltungen in den Schulen angeboten werden können. VON STEFAN HARTMANN

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