Grundschüler warten auf 2022

Schulneubau in Stendal: Verwaltung sieht ersten Spatenstich Mai 2020 realistisch

Die Grundschule Petrikirchhof platzt aus allen Nähten. Zeit, dass Abhilfe geschaffen wird: Der geplante Neubau soll Platz für 150 Schüler und 120 Hortkinder bieten.
+
Die Grundschule Petrikirchhof platzt aus allen Nähten. Zeit, dass Abhilfe geschaffen wird: Der geplante Neubau soll Platz für 150 Schüler und 120 Hortkinder bieten.

Stendal – Der Neubau einer Schule ist teuer. Neben scheinbar unendlichen Auflagen ist außerdem mit einer intensiven Vorplanung und auch Bauzeit zu rechnen. Das zeigt sich grade auch bei dem Exemplar, das am Haferbreiter Weg entstehen soll.

Dessen Bauzeit kann nun endlich näher eingegrenzt werden: „Nach bisheriger Ablaufplanung ist der Baubeginn der Grundschule im Mai/Juni 2020 und das Bauende im Dezember 2021 geplant“, sagt Stadtsprecher Philipp Krüger der AZ.

Ob der Termin einzuhalten ist, bleibe abzuwarten. Aufgrund der im Frühjahr nicht plangemäßen Beschlussfassung durch den Stadtrat sei „bereits ein Verzug von einem Vierteljahr eingetreten“, so der Sprecher. Dies ist jedoch nicht die erste Verzögerung des 5,1 Millionen Euro teuren Bauvorhabens. Ärgerlich für Kinder, Eltern und Lehrer, denn die Grundschule Petrikirchhof platzt aus allen Nähten.

Nachdem sich der Stendaler Stadtrat im April 2017 mehrheitlich für den Neubau der Grundschule ausgesprochen hatte, herrschte weitgehend Optimismus. Geplant war das Gebäude zum Schuljahr 2019/2020 zu beziehen. Es dauerte nicht lange, da meldete sich die Kommunalaufsicht des Landkreises Stendal zu Wort und forderte die Hansestadt Stendal auf, die Wirtschaftlichkeit des Neubaus zu belegen, denn auch Sanierung und Umbau der Bildungseinrichtung standen zur Debatte.

Im Zuge der Prüfung entschied man sich zwar für den Neubau, beschränkte die Kapazitäten der Grundschule aber auf maximal 150 Schüler und 120 Hortkinder – ursprünglich sollte Platz für 200 Schüler und 150 Hortkinder geschaffen werden. Ein Argument für diese Entscheidung war der derzeit laufende Ausbau der dritten Etage der Ganztagsgrundschule in der Goethestraße (AZ berichtete), der Platz für weitere Kinder schafft. Dass das neue Schulgebäude in diesem Jahr nicht mehr bezogen werden kann, war schnell klar. Nach Angaben der Verwaltung scheint derzeit eine Inbetriebnahme der neuen Schule zum Schuljahr 2022/23 realistisch.

Derzeit laufe die „planerische Feinabstimmung zur Raum- und Grundrissplanung“, informiert Krüger die AZ. Die Fachplanungen seien zeitlich eingetaktet. Arbeitsschritte, die zur Erschließung der Baufläche dienen, befänden sich in der Aufarbeitung, so der Sprecher. „Diese Arbeiten dienen zur Vorbereitung der Bauantragsstellung.“

Für die Überwachung des Großprojektes hat der Stadtrat einen externen Baubegleiter engagiert, der der Stadt ungeplante Kostenfallen ersparen soll. Bisher ist die Rede von 5,1 Millionen Euro, die Baubegleitung noch nicht mit eingerechnet. „Ob abgesehen davon die veranschlagten Kosten zu halten sein werden, wird sich im Zuge des weiteren Planungs- und Umsetzungsprozesses erweisen“, sagt Krüger und hofft das Beste.

VON CHARLOTTA SPÖRING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare