Stadt zieht Bauvorhaben derzeit nicht in Betracht

Bildungsstätte „Wladimir Komarow“: Schule saniert, Sporthalle nicht

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Derzeit laufen an der Sekundarschule „Wladimir Komarow“ noch Fassaden- und Tiefbauarbeiten. Im Anschluss folgt der Innenausbau. Für die Schule ist der Landkreis als Träger verantwortlich. Die Sporthalle bleibt laut Stadtverwaltung zunächst, wie sie ist.

Stendal. „Das ist mein schönster Albtraum. “ So bezeichnete der Vorsitzende des Schul-, Sport- und Kulturausschusses im Landkreis, Dr. Henning Richter-Mendau (CDU), einst die Sekundarschule „Wladimir Komarow“ im Stadtseegebiet.

Da der Landkreis Träger der Gymnasien und der Sekundarschulen ist, fällt das Schulgebäude in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises. Dieser ist schon mit Sanierungsarbeiten beschäftigt. Für die Sporthalle zeichnet wiederum die Stadt verantwortlich. Und diese hat nicht vor, der Halle für körperliche Ertüchtigung künftig eine Frischekur zu verpassen. Wie Stadtsprecher Philipp Krüger auf AZ-Anfrage mitteilt, sei dies „nicht in Betracht zu ziehen“.

Teilweise sind, beziehungsweise werden, zurzeit Sanierungsmaßnahmen an der Sekundarschule vorgenommen, wie Angela Vogel vom Landkreis der AZ mitteilt. „Für die Fassaden- und Tiefbauarbeiten werden voraussichtlich im April 2018 die letzten Abnahmen mit den Baufirmen erfolgen“, schildert Vogel den aktuellen Stand. Konkret wurde ein Wärmedämmverbundsystem mit Sonnenschutz an der Fassade angebracht.

Weiterhin wurden das Kellergeschoss trocken gelegt und ein Bereich im Anschluss des Schulgebäudes neu gestaltet. Das Ganze hat seinen Preis. Die Kosten belaufen sich auf gut eine Million Euro. Weitere Maßnahmen folgen: Im Jahr 2018 soll der Starkstrom erneuert werden und die strukturierte Verkabelung für die neuen Medien wie Beamer usw. verlegt werden. Diese Arbeiten wiederum werden mit rund 350 000 Euro zu Buche schlagen.

Die Stadtverwaltung habe zwischenzeitlich eine Bestandsbewertung vorgenommen. „Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine Sanierung aufgrund der konstruktiven Verhältnisse sowie des baulichen Zustandes und damit einhergehender wirtschaftlicher Aspekte nicht in Betracht zu ziehen ist“, sagt Stadtsprecher Philipp Krüger. Um einen gewissen Planungsvorlauf zu schaffen, seien jedoch im Haushalt 2018 entsprechende Mittel eingeplant worden. Im Investitionsprogramm der Stadt finden sich hier für 2018 insgesamt 80 000 Euro. Für das kommende Jahr liegt die Investitionssumme bereits bei 540 000 Euro.

Doch mit einer neuen Fassade, einem trockenen Keller und angemessener Verkabelung sind die Arbeiten an der Bildungsstätte seitens des Landkreises noch nicht abgeschlossen. „Des Weiteren muss der Innenbereich der Schule komplett saniert werden“, teilt Angela Vogel mit. Hierzu zählen Fachunterrichtsräume, der Sanitärbereich, die Mensa und weitere Räumlichkeiten. Die Kostenschätzung liegt bei etwa 3,5 Millionen Euro. Hierfür wird ein Fördermittelantrag gestellt. Die Entwurfsplanung für eine Komplettsanierung wurde erarbeitet. „Die Weiterführung der Planung sowie die angedachten Sanierungsmaßnahmen können erst vorgenommen werden, wenn Fördermittel dafür zur Verfügung gestellt werden“, so Vogel.

Von Mike Höpfner

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