Etwa 1 000 Besucher informieren sich anlässlich 150 Jahre Stendaler Johanniter-Krankenhaus

Schockraum und schneller Befund

Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, Dr. C. André Benthien, informiert zu Möglichkeiten der Hüftgelenkoperationen.

dms Stendal. Der Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses Stendal, Dr. Martin Windmann, bei der Eröffnung des Tages der offenen Tür: „Wir haben uns enorm viel Mühe gemacht bei dem, was Sie heute sehen und erleben können.

“ Mirco, Bärbel und Torsten Müller machen sich mit auf den Weg durch das Krankenhaus. Bei einem Rundgang erläutert Wundschwester Heike Fahlke die Grundversorgung. Der Oberarzt der Unfallchirurgie, Dr. Ralf Beushausen, schildert im Schockraum die Behandlung eines Unfallpatienten unter anderem mit dem Herzdruckmassagegerät. „Der Schockraum ist nichts, wovor man sich fürchten muss, aber wo man nicht unbedingt hin will. “ Mit „nicht alles ist heile Welt, es sterben leider auch Menschen“ kann und will er das vielfältige Interesse der Besucher nicht eindämmen.

Der Oberarzt in der Radiologie, Dr. Kai Rungenhagen, informiert eine Gruppe Interessierter über die Computertomografie und die Möglichkeit der dreidimensionalen Bildgebung für einen schnellen Befund.

Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Rheumatologie des Johanniter-Krankenhauses , Dr. C. André Benthien, klärt über Hüftgelenkprothesen, über deren Funktion als „Ersatzteil“ für den menschlichen Körper, über deren Lebensdauer und Qualitäten auf. Bei der Johanniterjugend ist Michael Weiß gerade dabei, Eric Hörning und Katja Albrecht über Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie Wiederbelebung und stabile Seitenlage zu belehren.

Der Johanniter-Notfalldienst zeigt die neuen RTW, die Rettungstransportwagen. „Alle sechs Jahre, nach etwa 200 000 Kilometern Fahrleistung werden die Wagen abgeschrieben. „Man kann vieles bewegen mit dem Inhalt dieser RTW“, meint Rettungsassistent Andreas Schulz zu Fred Klenke, der sich dafür interessiert. Viele weitere Möglichkeiten der Besichtigung und Information gibt es.

Großes Besucherinteresse findet auch der Hubschrauberlandeplatz in 21 Meter Höhe. Der in Halle stationierte Notfallhubschrauber kann wegen des dortigen Nebels nicht nach Stendal kommen. So erklärt Betriebsleiter Tobias Mertens die 20 mal 20 Meter große Hubschrauberlandeplattform auf dem Neubau des Krankenhauses. Seit Januar 2010 freigegeben, waren im ersten Nutzungsjahr immerhin 114 Einsätze zu verzeichnen.

Besucherin Beate Hlawatsch begeistert: „Es ist interessant, sich das anzuschauen. Vom Management ist der Tag der offenen Tür gut und ohne Stress organisiert. Die Mitarbeiter geben sich große Mühe. Jeder kann fragen.“ Um die 1 000 Menschen haben sich informiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare