Lindtorfer Ortsteilwehr verfügt über beheizte Umkleide / 18 000 Euro-Investition feierlich eingeweiht

Schnupfengefahr ist nun gebannt

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Keine klamme Kluft mehr: Zwölf Spinde hat die Verbandsgemeinde für Lindtorfs neuen Mannschaftsraum spendiert. Zur Einweihung zeigt sich Wehrleiter Mario Barschdorf (oben r.) mit seinen Vorgängern Dieter Ohmenzetter (l.) und Rüdiger Grund.

Lindtorf. Seit 1995 gibt es in Lindtorf ein neues Feuerwehrgerätehaus. Ein Rinderoffenstall wurde einst als neues Domizil für die Kameraden umgebaut. Damals hatte Dieter Ohmenzetter das Amt des Wehrleiters inne.

Eine Fahrzeughalle und ein Versammlungsraum entstanden vor 22 Jahren. Die persönliche Ausrüstung der Kameraden hing in der großen Fahrzeughalle. Das Umziehen erfolgte auch in dem im Winter gerade mal frostfrei gehaltenen Raum – weshalb klamme Einsatzkleidung zu einer unangenehmen Begleiterscheinung wurden und in der Truppe Schnupfengefahr herrschte.

Weil solch widrige Umstände heute inzwischen als nicht mehr zeitgemäß gelten, hatte Eichstedts Bürgermeister Karlheinz Schwerin die Idee, das Gerätehaus im Ortsteil zu sanieren. So wurde der Umkleideraum von der großen Technikhalle abgetrennt. Aber bei Lindtorfs Kameraden musste dieses Vorhaben erst in ihren Köpfen wachsen, da es ja eine Verkleinerung ihrer Fahrzeug- und Technikhalle bedeutete. Schließlich wurden Nägel mit Köpfen gemacht und notwendige Gewerke ausgeschrieben. Eichstedts Gemeinderat beschloss im Frühjahr 2016 die Vergabe der Bauleistungen, die sich auf rund 18 000 Euro belaufen. Dreieinhalb mal neuneinhalb Meter misst die beheizte Umkleide, die durch eine separate Tür erreichbar ist.

Sechs Gewerke waren am Umbau beteiligt. Im Dezember wurden die Arbeiten beendet. Zur Einweihung trafen sich die Kameraden um Wehrleiter Mario Barschdorf mit Arneburg-Goldbecks neuem Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau, Vertretern des Bauamts der Verbandsgemeinde, Ortschef Schwerin und Gemeinderäten. Die Malerarbeiten hatten die Kameraden in Eigenregie erledigt, wofür Bürgermeister Schwerin dankte. Auch Schernikau würdigte diesen Einsatz. Und Kreisbrandmeister Dr. Ringhard Friedrich, der schon 1995 zur Inbetriebnahme des Domizils dabei war, lobte die Entwicklung der Lindtorfer Feuerwehr. Von der Verbandsgemeinde wurden zwölf neue Spinde spendiert.

Bei dem feierlichen Akt waren auch die Vorgänger von Wehrleiter Barschdorf dabei. An seiner Seite zeigten sich Dieter Ohmenzetter, der von 1967 bis 2001 die Geschicke der Truppe führte, bis Rüdiger Grund das Feuerwehr-Zepter im Eichstedter Ortsteil übernahm. Er war bis 2012 im Amt.

Von Dieter Bandau

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